Samstag, 18. Februar 2012
Weihnachtszeit in Kuching
Ich hatte ja schon erwähnt, dass Singapur sich sehr groß auf Weihnachten vorbereitete. Überall sah man Weihnachtsbäume, Figuren oder dergleichen. Es war ein verdammt aufdringliches Weihnachten, als ob dir ein Verkäufer etwas aufschwatzt, was du eigentlich nicht haben willst. Nur ich wurde von Weihnachten regelrecht verfolgt. Es war überall.
Wie es aber so ist, beginnt man sich mit der Zeit an die neuen Bedingungen anzupassen und die nächsten Wochen schaffte ich es beinahe, Weihnachten komplett auszublenden. Dann auf einmal holte es mich wieder ein als ich das erste Mal in dieser Weihnachtszeit „Last Christmas“ hörte. Ich spürte in diesem Moment nur noch Abneigung. Ich hatte mich gerade mit den neuen Umständen arrangiert und hatte bis dato noch nicht ein einziges Mal dieses Lied gehört, dass ich nicht nur nicht mag, nein, ich würde es kaputttreten und in die Tonne werfen, wenn ich es könnte. Das ist nicht weil es schlecht ist, sondern weil es in meinem Leben einfach schon viel zu oft gespielt wurde. Einfacher gesagt: Weihnachten ließ nicht locker!
In Weihnachtsstimmung kam ich dennoch nicht wirklich. Das schaffte nicht einmal die Weihnachtsparade, die Frederik und ich zufällig eines Abends sahen. Diese war wohl von der kirchlichen Gemeinde organisiert und es waren bestimmt einige Tausend Leute in Kuching’s Zentrum unterwegs. Lustig war nur, dass alle uns „Frohe Weihnachten“ wünschten und es teilweise sogar mehrmals sagten bzw. schrien nur um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Natürlich weil wir weiß sind. Sooft wie an diesem Abend habe ich in meinem Leben noch nicht Frohe Weihnachten gewünscht. Aber es war ganz witzig….
Der Massenauflauf ließ sich außerdem eher mit Fanaufläufen zu Fußballspielen in Deutschland vergleichen, nur dass Weihnachtslieder und ähnliches gesungen wurde statt Fußballparolen.
Meine Weihnachtsvorfreude sollte sich aber nicht direkt auf Weihnachten konzentrieren, sondern eher auf den Fakt, dass meine Eltern und meine Schwester bald kommen würden. Zudem sollten auch Frederik’s Eltern zu diesem Zeitpunkt da sein, sodass schon eine ereignisreiche Reise geplant wurde um ihnen alle wichtigen Highlights in Kuching und Umgebung zu zeigen.
Montag, 13. Februar 2012
Singapur – A Fine City
Möglichkeit das erste Mal etwas anderes in Südostasien zu besuchen, da wir einige Tage von der Arbeit frei bekamen. Da einer der Arbeitstage in dieser Woche auch noch ein Feiertag war, hatten wir eine relativ kurze Arbeitswoche von Dienstag bis… ja das war es auch schon! Am Mittwoch ging es dann vormittags nach Singapur, was wirklich nur ein Katzensprung entfernt ist (knappe anderthalb Stunden) und zudem auch noch sehr preiswert, wenn man mit Air Asia fliegt.Aus der Luft fallen erst einmal die vielen Frachter auf der See auf, die am Anfang nur vereinzelt zu sehen sind, aber umso näher man der Küstenlinie kommt umso zahlreicher werden sie, was schon spektakulär aussieht. Das liegt natürlich daran, dass Singapur einen der größten Frachthäfen der Welt besitzt und genau an der Straße von Malakka liegt. Außerdem konnte ich aus der Luft schon den ersten Blick auf die Skyline von Singapur werfen mit all den Wolkenkratzern. Nach guten drei Monaten Borneo, war der Anblick von so hohen und vielen Gebäuden ein fantastischer Anblick.
Singapur hat ja allgemein den Ruf ziemlich teuer zu sein und wo quasi alles verboten ist (deswegen auch die Doppeldeutigkeit mit Fine City, da Fine Geldstrafe heißt, aber auch schön bzw. gut). Beides ist auch wahr. Von Beginn an sieht man überall Schilder: Kaugummi verboten, kein Essen und Trinken, kein spucken und nicht mal im Fahrstuhl urinieren kann man. Also spätestens da war ich schon wieder fast am Umdrehen. Ich meine kein rumspucken und im Fahrstuhl urinieren, ich wusste nicht, wie ich das fünf Tage ohne aushalten sollte. Aber auf der anderen Seite sind Gesetze ja auch da um gebrochen zu werden... ;-)Vom Flughafen ging es direkt zum
Hostel, dem InnCrowd Backpacker Hostel, welches uns von einer Uniprofessorin in Kuching empfohlen wurde. Das Hostel war preiswert für seine Lage in Little India, dem indischen Viertel, sodass man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Singapur schnell erreichen konnte. Außerdem hatte das Hostel auch noch eine Bar mit sehr preiswertem Bier, was natürlich auch noch ein triftiger Grund war, in diesem statt in einem anderen Hostel zu übernachten.
Nach dem ersten Bier in Singapur gingen wir los um die Stadt ein wenig zu erkunden. Wir bemerkten bald, dass das eigentlich alles zu Fuß erreichbar war, sodass wir von Little India (es laufen wirklich überall Inder lang) Richtung Chinatown liefen, von dort nach Clark Quay (hier findet das Singapur Nachtleben statt, aber auch teuer) sowie Marina Bay und dann zurück.
Zwischendurch liefen wir durch einen Park in dem es auch Chillibäume gab. Diese Schoten waren sehr klein und daher sehr, sehr scharf, aber da wir ja schon knapp vier Monate Erfahrung mit Chilli hatten, probierten wir sie. Schon ein kleiner Bissen genügt und es brennt in meinem Mund, aber irgendwie schmeckt es auch wieder, sodass ich mir eine Chillischote mitnahm so als kleinen Snack zwischendurch.Die Stadt ist sehr schön und sehenswert, sauber und man wird als weiße Person einfach mal nicht angestarrt, weil es viele davon gibt. Die Anonymität in der Großstadt war mal wieder ganz schön.
Da es Ende November war, war alles auch schon weihnachtlich geschmückt, so konnten überall Weihnachtsbäume, Rentiere oder sonst dergleichen bestaunt werden. Daneben standen oft Leute in T-Shirt und kurzer Hose. Bei über 30 Grad fühlte ich mich jedoch alles andere als an Weihnachten erinnert. In den Tropen ist das Wetter eben ein bisschen anders, denn draußen ist es warm und drinnen kalt durch die Klimaanlagen. Es ist ganz witzig, weil wenn man drinnen in der kühlen Luft sitzt und es draußen regnet und das Wetter nur grau in grau ist, wie in Singapur der Fall war, dann guckt man aus dem Fenster und denkt sich, dass man jetzt nicht rausgehen will in dieses eklige kühle Wetter. Dabei ist es draußen sehr viel angenehmer als drinnen, wenn die Klimaanlagen die Raumtemperatur auf 18 Grad abkühlen. Zudem ist es nicht selten der Fall, dass man durch die Straßen läuft, plötzlich neben dir eine Tür von einer Bank oder etwas ähnlichem aufgeht und dir einfach mal ein verdammt kalter Luftstoß entgegen kommt. Das ist sozusagen der tropische Winter, man findet ihn ausschließlich in Gebäuden, aber schneien tut es dennoch nicht.
Mein Highlight ist auf jeden Fall
Marina Bay, weil man dort erstens den Merlion hat, sowie die Skyline von Singapur. Außerdem steht dort auch das neuste architektonische Werk Singapurs, das Marina Bay Sands, ein gigantisches Luxushotel.
Ein weiteres Highlight folgte am Abend. Da wir uns schon seit Monaten quasi nur von Reis und Nudeln ernährten, suchten wir in Singapur nach etwas anderem und wir haben das beste Restaurant gefunden,
das Münchner Hofbräuhaus. Nur witzig, dass ich nach Singapur fliegen muss um mal Münchner Kultur zu erleben. Naja, ich glaube nicht, dass das wirklich München ist, was ich dort gesehen habe, aber das Essen war es definitiv – und das war die Hauptsache.
So gab es für mich Wienerschnitzel mit Bratkartoffeln und Preiselbeeren sowie ein Münchner Lager. Um hier noch einen draufzusetzen: Nachtisch gab es auch noch – Kaiserschmarrn! Mal ehrlich, wie geil ist das?! Und es schmeckte sooooo gut…. Auch wenn es ziemlich teuer war, wahrscheinlich das teuerste Essen, dass ich je bezahlt habe, aber wo ich das hier so schreibe, erlebe ich diese Geschmacksbomben gleich noch einmal… also doch nicht so teuer, einmal bezahlt und zwei Mal geschmeckt! :DDieses Abendessen hatten wir uns aber auch verdient, da wir den ganzen Tag umhergelaufen waren, schon sechs bis sieben Stunden.
Am nächsten Tag besuchten wir den botanischen Garten, da der ganz schön sein sollte und wir schon so lange keinen Regenwald mehr gesehen hatten. Außerdem ist der Garten kostenlos. Natürlich ging es erst los nachdem wir ordentlich ausgeschlafen hatten, also so mittags. Der Garten war auch ganz schön angelegt und wir liefen erst ein paar Stunden da durch und danach ging es schon wieder Richtung Hostel, denn es wartete schon das nächste Highlight auf uns.
Bei unserer Ankunft hatten wir uns für eine Xooter Citytour eingetragen. Ihr fragt euch sicher, was ist ein Xooter, kann ich das essen? Nein, essen kann man es nicht, vielmehr ist das ein stinknormaler Roller mit dem wir dann durch die Straßen fuhren.
Mit dabei waren ungefähr noch sechs andere Personen plus zwei Guides. Als Rollergang fuhren wir durch die Straßen Singapurs und sahen noch einmal viele Sachen, die wir den Tag zuvor schon gesehen hatten. Jedoch war es durch die sportliche Aktivität etwas Neues und machte zudem sehr viel mehr Spaß. Zum Abendessen hielten wir an einem Essenstand für dessen Sitzplätze abends immer die Straße gesperrt wird. Kaum zu glauben, dass dies möglich ist, aber in Singapur funktioniert es. Nach dem gut bekannten Satay zum Abendessen rauschten wir weiter durch die Straßen Singapurs, oft auch auf Wegen auf denen unsere Fortbewegungsmethode nicht unbedingt legal war. Hauptsache Spaß sag ich da….!Nach ca. 5 Stunden war diese Tour vorbei und wir gesellten uns alle in die eigene Hostel-Bar. Solche Touren haben den Vorteil, dass man sehr schnell verschiedene Leute kennenlernt und so saßen wir abends mit einem Amerikanisch-Britischem Pärchen, Bill und Jane, und einem weiteren Berliner, Rudi, zusammen. Das Pärchen war schon etwas älter, aber noch voller Elan und die Geschichten waren einfach immer sehr, sehr amüsant, sodass wir jede Menge zu lachen hatten.
Den darauffolgenden Tag schloss sich Rudi uns an, den wir den Tag zuvor kennengelernt hatten und wir entschieden uns für die Gondeltour, um uns den Mount Faber sowie Sentosa Island anzuschauen. Vom Mount Faber hat man eine super Aussicht über die Stadt und man kann so ganz gemütlich eine Runde dort oben laufen. Auf einer Brücke brachen wir erneut eines der Gesetze und machten ein Wettbewerb, wessen Spucke von einer Brücke zuerst unten auf dem Boden ankommen würde. Zur Erinnerung, spucken ist verboten und wird mit 1000 Singapur
Dollar bestraft. Aber wir waren ja jetzt Mitglieder der berüchtigten Hostel Rollergang und um die Gesetze scherten wir uns deshalb nicht mehr. Sentosa Island ist das Freizeitresort, was derzeit noch erweitert wird und eines der größten Attraktionen Singapurs werden soll bzw. schon ist. Unter anderem gibt es dort ein Aquarium und die Universal Studios. Da dies alles sehr kostspielig ist, schauten wir uns die ganze Geschichte nur einmal an. Den großen Abschluss bildete eine spaßige Fahrt auf etwas Ähnlichem wie einer Sommerrodelbahn bevor es mit der Gondel zurück zum Stadtzentrum ging.Abends saßen wir wieder mit anderen Reisenden im Hostel zusammen und diesmal wurde ein wenig mehr und schneller getrunken, was natürlich auch noch Auswirkungen auf den nächsten Tag haben würde. Aber auch dafür waren wir ja hier.
Der nächste Tag begann wegen der relativ kurzen Nacht erst nachmittags und sollte auch nicht viel bereithalten. Wir rafften uns schließlich auf und wollten uns mal die Orchard Street, die als Shoppingmeile bekannt ist, anschauen. Anscheinend sollte es hier unglaubliche Malls geben. Naja, also so spannend fand ich die jetzt nicht, wobei die Zielgruppe wahrscheinlich auch eher weiblich sein dürfte. Jedenfalls aßen wir dort etwas und fuhren wieder zurück zum Hostel. Dort trafen wir auf neue Reisende und gingen abends mit denen noch etwas essen. Danach gesellten wir uns zusammen mit denen noch ins Hostel und ließen den letzten Abend ruhig ausklingen. Am nächsten Tag sollte es ja schon wieder vorbei sein mit dem Urlaub und es ging zurück nach Kuching.
Vor dem Rückflug, der erst am späten Nachmittag war, schauten wir uns noch den Flughafen an, denn der soll angeblich einer der besten der Welt sein. So spannend ist der Flughafen dann doch nicht, aber sehr übersichtlich und keinesfalls hektisch, was sehr angenehm ist. Überall sieht man zudem die Angry Birds, was momentan so eine Art Modespiel für IPod, IPad, Computer und Handy ist. So kann man, wenn man mit Visa einen bestimmten Betrag zahlt noch einen Angry Bird Kuscheltier dazubekommen. Eine Frau hatte tatsächlich drei Tüten mit Angry Birds, wahrscheinlich neun oder zehn Stück – und die sind ziemlich riesig. Ziemlich verrückt! Die letzte Stunde Aufenthalt schauten wir uns noch den Kaktusgarten an (auch seltsam, dass ein Flughafen sowas hat) und danach guckten wir Tom & Jerry Cartoons – richtig gut! Joa, dat war dit.
Der Rückflug ging ohne Probleme über die Bühne, nur meine Sonnenbrille ist durch irgendeinen blöden Zufall die Rückreise nicht angetreten und ist wohl immer noch in Singapur unterwegs oder hatte gesehen, dass um die gleiche Zeit ein Flug nach Bali ging und lieber den genommen. Naja, Loyalität hat wohl keinerlei Bedeutung für eine Sonnenbrille.
Im Großen und Ganzen ist Singapur auf jeden Fall zu empfehlen, da es sehr multikulturell ist und daher viele verschieden interessante Facetten hat. Da unser Budget nicht groß war, haben wir uns eher auf die kostengünstigen bzw. kostenlosen Sachen fokussiert. Wenn man das Budget hat, gibt es natürlich noch viel mehr zu erleben, wie den Zoo mit der Nachtsafari, die Universal Studios und den Jurong Bird Park. Zudem tat es gut mal wieder mit westlicher Kultur in Kontakt zu kommen, natürlich noch nicht komplett wie in Europa, aber schon sehr nahe dran. Ich konnte hiermit mein erstes Kreuz hinter eines meiner Reiseziele während meines Borneoaufenthaltes setzen.
Freitag, 27. Januar 2012
Touren vorbei, aber das Leben geht weiter … nur anders!
Meine letzte Tour ging Ende Oktober zu Ende und das hieß, dass ich mich nach vier Wochen Touren führen nun von der aufregenden Arbeit als Tour Guide und Übersetzer verabschieden musste. Mein Arbeitsplatz würde sich von da an auf das Büro begrenzen – und den Coffee-Shop gegenüber. Es ist nicht ganz korrekt, dass ich gar keine Tour mehr hatte, denn ich sollte noch eine Tour haben, aber letztendlich war ich dann nur einen Tag für die Gäste zuständig. Dabei hätte mir die Tour gut getan, denn nach nicht einmal zwei Wochen im Büro beginnt man die Touren und die Arbeit als Guide zu vermissen. Zudem hätte diese Tour wahrscheinlich gutes Trinkgeld bedeute, denn für den einen Tag Arbeit hatte ich schon ein schönes Sümmchen bekommen. Die machte es natürlich einerseits zu einem schönen allerletzten Tag als Tour Guide, doch andererseits hätte ich dann doch schon gerne die ganze Woche gemacht. Außerdem waren die Gäste auch wieder ganz nett gewesen… naja, so is dat Leben….
Die Arbeiten im Büro waren sehr simpel und in keinster Weise so herausfordernd wie das direkte Arbeiten mit den Gästen. So erstellte ich viele Statistiken, schrieb ein wenig oder suchte etwas im Internet heraus. Zwischen den Arbeiten kam es aber auch mal vor, dass man ein oder zwei Tage nichts zu tun hatte, was nicht allzu tragisch, zumindest nicht am Anfang, denn ich hatte noch viele Sachen im Internet zu lesen bzw. zu tun. Nebenbei fand ich heraus, dass Kingsoft Spreadsheet, sowas wie Excel, nur 65.536 Zeilen zur Verfügung stellt. Naja, was soll ich sagen, man wird komisch, wenn man nichts zu tun hat!
Zum Glück gab es noch ein Leben außerhalb der Arbeit. Besser gesagt, wir begannen eines zu finden, da es vor diesem Zeitpunkt kaum möglich war rauszukommen, da wir entweder am nächsten Tag früh auf eine Tour mussten oder überhaupt gar nicht da waren aufgrund der Touren. So begannen wir Kuching ein wenig genauer auszukundschaften und stießen dabei auf die Singgahsana Lodge, die ein Hostel ist, aber auch eine gemütliche Bar hat. In dieser Bar kann man Billiard spielen, trifft jeden Tag auf neue interessante Leute und es gibt Bier, sodass wir schließlich schnell Stammgäste wurden.
Natürlich gab es noch mehr in Kuching wie arbeiten und saufen. Ansonsten würde das Leben an so einem tollen Ort schon irgendwie traurig sein. Wir hatten das erste Mal Kontakt zu unserer zukünftigen Universität, die uns zu einem Ausflug einlud. Es sollte zu einem Schiff namens Logo’s Hope gehen, welches als fahrender Bücherladen um die Welt reist und alle zwei Monate in einer neuen Stadt anlegt. Hauptaufgabe ist es Lesen zu fördern und deshalb sind die Bücher, die dort angeboten werden auch ziemlich preiswert. Der Ausflug fand mit einigen anderen internationalen Studenten statt und wir wurden bei unserm Treffpunkt in der Uni sofort von einigen Studenten angesprochen, sodass wir gleich versuchen konnten uns ein paar Gesichter einzuprägen für später. Dies gelang mehr oder weniger gar nicht mal so gut, weil es recht viele waren. Das ein oder andere Gesicht blieb zu meiner Überraschung aber doch in Erinnerung. Der Ausflug war auch ganz schön, da es viele interessente Bücher gab und ich quasi von den Preisen dazu gedrängt wurde Bücher zu kaufen.
Ein anderes Highlight gab es dann die Woche darauf noch für mich. Bei dem Ausflug zu dem Bücherladen-Schiff wurde ich auch noch zu einem Basketballturnier eingeladen; 3 gegen 3 auf einen Korb. Ich freute mich riesig drauf, da mir der Teamsport doch schon fehlt, sodass ich ziemlich dankbar für diese Möglichkeit war. Es sollte an einem Samstag um acht Uhr losgehen, eine verdammt unchristliche Zeit, wenn ihr mich fragt. Aber die Chance Basketball zu spielen wollte ich mir nun einmal nicht entgehen lassen, sodass ich mich sieben Uhr morgens aus dem Bett raffte, naja, es war mehr 7:20. Zehn Minuten zum Duschen und Zähne putzen reicht ja auch. Unten wurde ich dann von meinen zwei chinesischen Mitspielern empfangen. Den einen hatte ich die Woche zuvor kennengelernt, den anderen lernte ich in diesem Moment kennen, Allen und Alvin (aber ohne Chipmunks). Im Auto war deren erste Frage, ob ich schon gefrühstückt hatte und hielten mir ein gepelltes, gekochtes Ei entgegen. Ich schaute auf das Ei und überlegte kurz, ob ich das Ei annehmen sollte aus Höflichkeit um es dann einfach später ins Gebüsch zu werfen oder ob ich es gar essen sollte. Das letztere schien mir dann aber doch zu verrückt und mein erster Gedanke schien mir auch nicht allzu korrekt, sodass ich log und meinte, dass ich ein ausgiebiges Frühstück hatte und ich absolut nichts mehr herunterbekomme. Naja, ich hatte ja noch meine Frühstückswasserflasche…
Angekommen bei dem Platz des Geschehens, bemerkte ich zuerst, dass noch nicht so viel geschah. Einige warfen ein paar Körbe und einige bauten immer noch auf, denn es war tatsächlich alles ein Jugendfest mit vielen verschiedenen Aktivitäten. Es war ca. 7:45 und laut der neuesten Meldung, sollte das Basketballturnier um 8:30 beginnen. Wenig später, es war 9:00 Uhr, bemerkte ich wie es so langsam wärmer wurde. Die Sonne stieg am Himmel empor und tauchte nun auch den Platz, wo die Spiele stattfinden sollten in goldenes Licht. Es sollte nun bald losgehen. Ca. 10 Uhr war es schließlich soweit und das Turnier begann. Ich verstand das System nur halbwegs, aber ich glaube es sollte jeder gegen jeden spielen. Die besten vier würden dann das Halbfinale ausspielen um dann unter sich die Teams für das Spiel um Platz drei und das Finale auszumachen. Jedes Spiel dauerte 2x5 Minuten. Unser Team war ganz okay und ich kam relativ schnell ins Spiel rein. Das einzige Manko waren die fehlenden Auswechselspieler, die jedes andere Team hatte. Dazu kam das immer heißer werdende Wetter, das nicht gerade in unsere Karten spielte. Nach dem dritten Spiel bemerkte ich die innerlich Hitze, die ich auch nicht mehr loswerden konnte, denn es war ja überall heiß und auch kalte Getränke halfen nur bedingt. Es sollten insgesamt noch drei Spiele folgen und es wurde von Spiel zu Spiel schwieriger die Konzentration aufrecht zu halten. Wir schafften es trotzdem unter die ersten vier, was uns zwei weitere Spiele einbrachte. Leider verloren wir das Halbfinale und anschließend das Spiel um Platz drei, was ärgerlich war, denn wären wir dritter geworden, hätten wir 100 MYR gewonnen. Aber Geld hin oder her, war es doch ein ziemlich cooles Erlebnis und es tat gut mal wieder ein bisschen zu zocken. Allerdings fühlte ich das nicht direkt nach dem Turnier, da ich absolut platt war. Nein, ich war platter als platt, als sei ich mehrere Male durch die Sahara gelaufen ohne Wasser und ohne Sonnenschutz, sodass ich mich erst einmal mit meinem neuen Sonnenbrand einen schönen, ausgedehnten Mittagschlaf gönnte.
Von nun an passierten die aufregenden Sachen also abseits der Arbeit, wofür ich auch mal ganz dankbar war, auch wenn die Touren ein absolut tolles Erlebnis gewesen sind. Die Arbeit im Büro gab uns auch die Möglichkeit nach möglichen Urlaustagen zu fragen, die wir dann auch ohne lange Diskussionen bekamen. So hatten wir Ende November/ Anfang Dezember das erste Mal offiziell Urlaub für insgesamt fünf Tage, welche für den ersten längeren Trip draufgehen sollten. Die Wahl viel dann auch ziemlich schnell auf eine größere Metropole, da wir mal wieder unter viele, viele Menschen wollten, wo alles ein wenig durchorganisierter und westlicher ist. So ging es also nach Singapur und darüber gibt es demnächst mehr… =)
Dienstag, 24. Januar 2012
Zeit für Neues
So, jetzt ist ja schon so einiges an Zeit vergangen im Jahre 2012, aber ich wünsche trotzdem noch ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr! Es werden definitiv spannende zwölf Monate für mich werden mit einigen Herausforderungen, die ich zu bewältigen habe. Zum ersten stehen hier auf Borneo noch die nächsten fünf Monate auf dem Programm mit der Universität, die ich seit Beginn des Jahres besuche. Darüber werde ich später noch etwas mehr erzählen. Dann im Juni geht es aller Voraussicht nach zurück nach Kopenhagen zu dem zweiten Jahr Sommeruniversität, bevor schließlich im September die wohl größte Herausforderung mit der Bachelor Arbeit beginnt. Diese wird sich dann bis Dezember bzw. sogar Januar 2013 hinziehen. Achso, und zwischendrin werde ich auch noch meinen ersten Marathon in Berlin laufen. Ihr seht, es wird ein spannendes Jahr mit vielen Highlights! ;-)
Der erste Januar ist ja immer ein wichtiger Tag, denn man kann sich verändern, setzt sich neue Ziele und so weiter und so fort. Auch ich habe mir Ziele gesetzt, nicht nur die oben genannten zu bewältigen, sondern noch mehr. Wichtige Themen bei solchen Vorsätzen sind ja immer wieder Rauchen, Alkohol und Sport. Rauchen tue ich ja nicht und mir jetzt vorzunehmen damit anzufangen, ist mir glaube ich auch zu viel. Das Trinken will ich, habe ich mir ganz fest vorgenommen, auf bestimmte Tage einschränken, daher trinke ich nur noch an Tagen die mit-tag enden – und dann noch Mittwoch. Ich muss mir da auch mal Grenzen aufzeigen, denke ich. Und Sport habe ich mir gedacht: Mach ich mal – soll ja auch gesund sein habe ich neulich im Internet gelesen. Wobei man ja auch nicht immer alles glauben soll, was dort so geschrieben wird. Glatt hätte ich noch das Thema gesunde Ernährung vergessen. Wo uns das hinführt haben wir ja letztes Jahr mit dem EHEC-Virus erlebt. Von daher habe alles grüne und gemüseartige Zeugs von meiner Liste gestrichen. Ich muss mich ja nun nicht unnötig irgendwelchen Gefahren aussetzen. So das ist eine kurze Übersicht von meinen Vorsätzen für das neue Jahr. Es sind die gleichen wie letztes Jahr und die werden wahrscheinlich auch noch nächstes Jahr gelten, denn Vorsätze sind ja dazu da um gebrochen zu werden – aso, nee, das waren ja regeln – naja, dann sind Vorsätze dazu da um vorsätzlich nicht eingehalten zu werden. So!
Bevor das hier aber in eine noch ernster wird, bin ich euch aber noch einiges aus 2011 schuldig, da ich am Ende (eigentlich die ganze Zeit) nicht mehr mitgekommen bin, über alle Erlebnisse zu berichten. Ich werde mir daher Mühe geben diese Lücke so schnell wie möglich aufzufüllen. Während ihr das lest, sitze ich quasi schon am nächsten Bericht und versuche die vergangene Zeit so detailgetreu wie möglich zu rekonstruieren. Also, auf ein schreibfreudiges Unternehmen mit viel Lust und Heiterkeit! =)
Freitag, 23. Dezember 2011
Frohe Weihnachten und so!

Leider bin ich mit dem Blog immer noch nicht ganz auf dem neusten Stand, aber ich gebe mir Mühe im neuen Jahr das besser zu machen. Das ist mein Vorsatz. Jaja, ihr meint bestimmt, hält er sich eh nicht dran, aber denen sei gesagt: Vielleicht, aber ich habe es imm erhin versucht! ;-)
Janee, jedenfalls geht es in für mich jetzt in die Weihnachtsschreibpause und die habe ich mir schon verdient wie ich finde, nach bisher über 35 Seiten. Außerdem sind meine Eltern und meine Schwester jetzt hier, sodass ich die nächsten drei Tage mal Weihnachten feiern bin – Malaysia Style! Der erste Tag heute war schon schön und es wird noch besser werden.
An euch alle auf jeden Fall frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr! Möge es euch allen genauso gut ergehen wie mir. Im neuen Jahr geht es dann weiter mit Berichten von der Arbeitswelt und der Freizeitgestaltung in Kuching, einem Reisebericht aus Singapur, den gesammelten Weihnachtseindrücken sowie dem Weihnachtsurlaub mit meiner Familie und Silvester in Kuala Lumpur. Also es wird definitiv wieder einiges zu berichten geben und ich freue mich schon aufs schreiben – aber erst im Januar, denn jetzt bin ich echt schreibmüde und kann nicht mehr. Also, liebe Grüße aus Malaysia! Bis denne! =)