Dienstag, 29. November 2011

Zu den Kopfjägern und zurück – mit Kopf!

Diesen Teil der Tour mit den verbliebenen zwei Personen werde ich nicht als Tagesübersicht wiedergeben, da ich schon in der Vergangenheit von den Langhäusern und der Tour berichtet habe.

Die Fahrt nach Batang Ai

Wovon ich noch nicht berichtet habe ist die Fahrt nach Batang Ai, soweit ich mich zurückerinnern kann. Das ist ziemlich seltsam, da die Fahrt zwar relativ lang ist, aber man viel zu sehen bekommt und an einigen interessanten Stellen anhält. Zuerst ging es mit dem Van nach Kuching um das schwere Gepäck im Hotel zwischenzulagern, denn mit wenig lässt es sich besser reisen. Der nächste Stopp war in Serian auf einem Frischwarenmarkt südlich von Kuching. Diesen Markt gibt es täglich, wo sich malaysische und indonesische Händler treffen um ihre Ware zu verkaufen. Als ich dort das erste Mal war, kannte ich die meiste angebotene Ware nicht. – Und wenn ich es mir jetzt recht überlege, hat sich daran nicht sehr viel geändert, obwohl ich schon viel mehr auseinanderhalten kann. Aber das Problem, dass man mit seinen Gästen über den Markt geht und dann manchmal den Schultern zucken muss, wenn man gefragt wird, was denn dieses oder jenes sei. Meistens schlägt man vor, dass man ein Foto nehmen könnte um dann anschließend den Guide zu fragen. Dieser ist meistens sofort das Essen einkaufen für den nächsten Tag im Langhaus. Aber einfacher ist es selbst direkt die Waren zu zeigen, die man kennt um Fragen von Anfang an aus dem Weg zu gehen.

Nachdem wir an den Gemüse-und Früchteständen vorbeigegangen sind, kamen wir zu dem Teil des Marktes, wo man etwas zu essen bzw. Süßes kaufen konnte. Dieser Teil ist auch häufig sehr beliebt unter den Gästen, kann man doch viele neue Sachen ausprobieren. An diesem Tag hatte ich das Glück und wurde einige Male von meinen Gästen eingeladen. Anschließend kamen wir zum Fischmarkt an dessen Ende leider auch illegale Tiere angeboten werden, wie beispielsweise Python bzw. Eidechse oder Krokodil (es könnte beides gewesen sein, wobei ich eher zu Eidechse tendiere). Solche Aktivitäten gibt es eben auch, besonders auf dem Land, aber man muss eben auch berücksichtigen, dass viele Leute in Armut leben und auf das Geld von solchen Waren angewiesen sind. Aber schön ist sowas natürlich nicht und so etwas müsste bekämpft werden.

Nach dem Besuch des Frischwarenmarktes ging die Reise weiter und der nächste Stopp war eine Pfefferfarm. Ja, wir waren jetzt dort, wo der Pfeffer wächst! Dort erzählte ich mehr über den Pfefferanbau in Sarawak und wie dieser hergestellt wird.

Von dort aus geht es dann zum Mittagessen in einen kleinen Ort nahe der indonesischen Grenze. Das Essen ist auch dort köstlich und ich kann mich an keinen Ort erinnern, wo ich das Essen mal nicht gut fand. Ich glaube dafür muss man hier schon ziemlich suchen. In diesem Ort kauft man dann auch die Geschenke für die Iban. Die Geschenke sind sehr wichtig und es sollte viel sein, wobei die Qualität relativ egal ist. Deswegen kauft man meistens Süßigkeiten für die Familien. Die Quantität ist deswegen wichtig, da die Iban sehr auf Fairness achten und das keine Familie mehr wie die andere bekommen darf. Da in einem Langhaus normalerweise ungefähr 35 bis 40 Familien wohnen, ist es wichtig viel zu kaufen.

Vollgefuttert ging es dann auf die letzte Etappe nach Batang Ai, die auch noch einmal rund zwei Stunden dauerte. Wie gesagt, es ist eine ziemlich lange Fahrt, welche aber angenehmer gestaltet wird durch die Zwischenstopps und die Landschaft, die man zu Gesicht bekommt, denn man fährt vorbei an Reisplantagen, Regenwaldflächen, Hügeln und Palmölplantagen (welche man nicht sooft sehen müsste, aber es ist dennoch interessant diese mal zu sehen).

Letztendlich kommt man müde und geschafft am Batang Ai Stausee an und freut sich schon auf das Langhaus Resort. Jedenfalls geht es mir immer so, aber der Ausblick kurz darauf am Pool relaxen zu können, macht es dann doch wieder erträglich. Mit der Fähre setzen wir rüber in das Resort und können den Tag von dort an frei gestalten.

Der Besuch im Langhaus

Heute ging es also für mich wieder einmal zu einem Besuch ins Langhaus, was eigentlich immer schön ist. Dieser Ausflug sollte allerdings der bisher Beste werden. Am Abend zuvor hatte ich noch erfahren, dass ich zwei Tage später, bevor ich meine jetzigen Gäste zum Flughafen bringe, zuerst meine neuen Gäste abholen würde. Klang für mich im ersten Moment ziemlich seltsam, da es auch von der Zeit her knapp bemessen war, aber es sollte alles funktionieren. Aber es bestätigte sich, dass es im Oktober Schlag auf Schlag mit den Touren ging.

Als wir im Langhaus waren, zeigte ich meinen Gästen zuerst die Umgebung und dann das Langhaus selber. Nachdem wir dies geschafft hatten, ging es schon los mit dem Kriegs-und Willkommenstanz sowie dem ersten Reiswein bzw. –schnaps. Nach den Tänzen sahen wir uns noch etwas mehr um bevor wir ein Blick in das Zimmer des Häuptlings warfen und schließlich in seine Küche, wo unser einheimischer Guide das Mittagessen zubereitete. Dort war auch derjenige, der den Kriegstanz aufgeführt hatte, der uns sofort zu weiterem Reisschnaps einlud. So saßen wir also in der Runde und das Glas ging reihum und die Reisschnapsflasche leerte sich immer weiter. An einem bestimmten Punkt meinten die Gäste dann auch, dass sie einen Gang runter schalten müssten. Auf jeden Fall war es ziemlich lustig in so einer Runde zu sitzen, einfach nur mit den Einheimischen zu reden und einen mit ihnen zu trinken. So hatte man das Gefühl die gesamte Gastfreundschaft von den Einheimischen zu erfahren und deren Kultur recht nahe zu sein. Das hatte ich vorher so noch nicht erlebt, dass sich die Gäste so einfach mit zu den Einheimischen setzen und einfach auch die Nähe zu der fremden Kultur aktiv suchen. Das fand ich richtig gut!

Das Mittagessen war dann noch ein weiteres Highlight, denn zu den bisher bekannten Sachen, kam noch Fisch dazu – genauer gesagt. Red Tilapia. Lecker, fantastisch trifft es nicht einmal im Geringsten. Das war der beste Fisch, den ich in einer sehr, sehr langen Zeit gegessen habe. Auch die Gäste waren von der Kochkunst unseres einheimischen Guides begeistert und meinten, dass das Essen im Langhaus besser war wie in dem Resort, welches nebenbei von Hilton verwaltet wird. Daher sollte unser Guide sich mal als Chefkoch in dem Resort bewerben. Er meinte aber nur, dass er nicht gerne an einem festen Platz ist und lieber rumkommt. So ist es definitiv auch gut.

Das waren die Highlights des Tages. Ich sollte mich schon fünf Tage später wieder hier befinden, mit neuen Gästen. Die Rückfahrt am nächsten Tag nach Kuching verlief ohne große Ereignisse, wobei wir wieder einige Stopps einlegten, u.a. sahen wir einen Iban-Friedhof, wilde Orchideen und Kannenpflanzen. Dann machten wir noch in einem beliebten Familienpark Halt um Mittag zu essen. Geschafft von der Fahrt kamen wir dann in Kuching an und ich freute mich auch mal wieder zu Hause zu sein. Am nächsten Tag sollte meine erste Tour dann endgültig zu Ende gehen, aber zugleich auch eine neue beginnen. Besonders mit dem letzten Teil dieser Tour war ich sehr zufrieden und die Gäste hätten nicht besser und freundlicher sein können. Ich war auf jeden Fall glücklich, dass es ihnen gefallen hat, denn darauf kommt es letztendlich an. Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Gäste am Ende sagen, dass es ihnen sehr gefallen hat und speziell bei diesen Gästen, dass das Langhaus mit das größte Highlight in diesem Urlaub war.




Montag, 28. November 2011

Ende gut, alles gut….

So, da bin ich wieder… die letzte Woche war an sich ziemlich relaxt, da ich die ganze Zeit im Büro gearbeitet habe und einige Sachen gemacht habe. Zudem hatte ich wieder eine ganz kurze Tour gehabt, leider nur ein Tag um die Gäste vom Flughafen abzuholen und diese dann durch die Stadt zu führen. Ab dem nächsten Tag hatte dann wieder ein anderer Guide geführt. Eigentlich schade, da ich mich ziemlich auf die Tour gefreut hatte und diese auch die letzte für mich war – höchstwahrscheinlich zumindest. Aber naja, so is dat Leben…

So, ihr brennt bestimmt schon darauf zu wissen, wie der letzte Eintrag weitergeht. Ich möchte euch natürlich auch nicht länger auf die Folter spannen. Eine kurze Rückblende…

WAS BISHER GESCHAH: Ich war auf meiner ersten Tour und nach anfänglichem Zögern wurden die Tage immer besser. Jetzt waren wir auf unserer 3 in 1 Tour, also hatten nach Delfinen gesucht, aber leider keine gefunden, und waren nun in den Mangroven, wo wir ein schönes Krokodil liegen sahen. Nachdem jeder genug Fotos und Videos gemacht hatte, bewegte sich das Krokodil Richtung Wasser…. und von hier aus geht es jetzt weiter.




Jedenfalls ist das Krokodil nicht in unser Boot gesprungen – was auch ganz gut war… Nach dieser doch schon ereignisreichen Begegnung mit dem Krokodil fuhren wir schließlich weiter durch die Mangroven, natürlich auf der Suche nach weiteren Tieren. Es war aber recht unwahrscheinlich noch eines zu sehen. Zumindest hatte ich noch nicht erlebt zwei Krokodile auf einer Tour zusehen und es sollte dann auch bei nur dem einen bleiben. Wir verließen nach ungefähr einer Stunde die Mangroven und steuerten die Satang Insel an, bei der wir zuerst schnorcheln gingen bzw. die Gäste. Ich hatte nicht so große Lust auf das Schnorcheln und blieb im Boot und dies machte sich kurze Zeit später bezahlt, denn ein Weißbauchseeadler flog über unseren Köpfen hinweg und zog seine einsam seine Runden am Himmel. Ich hatte diese Art Greifvogel schon mehrere Male gesehen, aber an diesem Tag war die Sicht auf dieses Tier einfach sensationell.

Nachdem die Gäste mit dem Schnorcheln fertig waren, ging es weiter auf die Satang Insel, wo wir ein wenig Zeit verbrachten und ich versuchte mein kürzlich gewonnenes Wissen über Schildkröten sowie deren Schutz hier in Sarawak zu präsentieren. Es lief auch ganz gut bis ein Gast schließlich fragte, wie groß denn die Eier sein würden, die die Schildkröten legen. Ehrlich gesagt, ich hatte absolut keine Ahnung, aber ich dachte mir in dem Moment, so groß wie Tennisbälle passt schon. Das wurde anfangs auch so hingenommen, bis ich darüber sprach wie viele Eier in so einem Nest sind. Da meldete sich sofort jemand zu Wort, weil Tennisball große Eier relativ unwahrscheinlich schienen. Er hatte an dieser Stelle dann auch absolut recht und lange Rede, kurzer Sinn: Schildkröteneier sind ungefähr so groß wie Golfbälle! Blöd gelaufen….

Da machte ich mir davor Sorgen über alle möglichen Sachen, die gefragt werden würden (z.B. wie bauen die Schildkröten ihre Nester oder wie werden sie verfolgt? Wie hoch ist die Überlebensrate? etc.) und dann kriegen sie mich mit der Frage, wie groß Schildkröteneier sind… ziemlich ärgerlich, aber so etwas darf dann wohl mal passieren auf der ersten Tour – solange es nicht häufiger vorkommt selbstverständlich. An solch einer Stelle heißt es einfach Mund abputzen und weitermachen.

Nun hatten wir alle ein wenig Zeit auf der Insel um uns umzuschauen, auszuruhen und so weiter. Der Teil gefällt mir immer ganz gut, denn die Insel ist schon sehr idyllisch und lädt einfach dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. Nachdem dies alle getan hatten, ging es zurück ins Resort. Wir unternahmen einen letzten Versuch Delfine zu sehen, aber diesbezüglich war es einfach kein guter Tag gewesen. Dafür hatten wir ein schönes ins Wasser sprintendes Krokodil gesehen. Die Gäste waren am Ende jedenfalls rotgebrannt von der Sonne und, ich hoffe, auch zufrieden mit dem Ausflug.

Wandern in Bako

An diesem Tag sollte es in den Bako Nationalpark gehen und einerseits freute ich mich riesig auf den Tag, weil man einfach immer wieder neue Sachen sieht. Andererseits war ich ein wenig nervös, denn weil es eben so viel zu sehen gibt (Tiere, Pflanzen ect.), ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Gäste viele Fragen stellen, die ich dann eventuell nicht beantworten kann. Da ich mit den Tieren eigentlich keine Probleme haben sollte, beschränkte sich meine Nervosität auf die Pflanzen, sodass ich mich an dem Morgen mit dem einheimischen Guide verständigte. Ich beschrieb ihm die Pflanzen, die ich kannte, bzw. wofür sie gut sind, sodass er mir die Namen sagte und dann auf bestimmte Pflanzen im Park zeigen würde, worüber ich zwar etwas wusste, diese aber nicht identifizieren konnte. Ich dachte mir dann auch schnell, dass ich ja den Guide jederzeit fragen könnte, wenn ich etwas nicht weiß, aber ich wollte wenigstens in der Lage sein, einige Informationen über dieses und jenes geben zu können. Man ist als Guide schon im Vorteil, wenn man mehr sagen kann wie: Guckt mal da – ein Baum! – und der hat sogar Früchte. Schau mal einer an, was die Natur so kann...

Nach einem sehr kurzen Frühstück, da ich wieder mehr Wichtigkeit dem Schlaf als dem Frühstück eingeräumt hatte, ging es mit dem Van Richtung Bako. Die Fahrt war ruhig und angenehm und das Wetter schien vielversprechend. Jetzt mussten nur noch die Tiere mitspielen und es wäre ein guter Tag.

In Bako angekommen, ging es erst einmal zur Parkkantine zum Füße waschen – nicht weil die so stanken, also vielleicht schon, aber wir sind über den Strand angekommen, sodass wir unsere Schuhe ausziehen mussten um an Land zu kommen. Um zurück in unsere Schuhe zu kommen, mussten wir nun zuerst den Sand loswerden. Von dort sollte es auf die erste Wanderroute gehen – so war jedenfalls der Plan. Nur bekamen wir bei der Parkkantine mit, dass dahinter schon die ersten Nasenaffen in den Bäumen gesichtet wurden, wo wir natürlich sofort hineilten. Das war natürlich genial, da wir damit hinter einer der Hauptattraktionen schon ein Häkchen setzen konnten. In einem der Büsche sahen wir auch eine Grubenotter, also konnte auch dahinter ein Häkchen gesetzt werden.

Nach guten 20 Minuten fotografieren und beobachten, konnten wir dann auf die geplante kleine Wanderung gehen – 800m durch den Dschungel. Wie jeder, inklusive mir auf der ersten Wanderung dieser Route, dachten auch die jetzigen Gäste, dass der Weg doch in 15 Minuten geschafft sei, aber wie immer wurden auch sie eines Besseren belehrt. Da dazu noch zwei sehr begeisterte Fotografen bzw. Videofilmer dabei waren, brauchte man noch zusätzlich länger, was natürlich zu verstehen ist, da der Park viele Facetten zu bieten hat und man als Urlauber so viele Eindrücke wie möglich mitnehmen will, gerade auf Fotos und Videos.

Am Ende dieses Weges erwarteten uns ein Strand und ein Boot, mit dem wir die Küste entlang fuhren. Ziemlicher Luxus, denn dadurch ersparten wir uns auch die 800m zurück. Die Klippenvegetation ist aber auch absolut sehenswert und es ist immer eine schöne Tour zuerst zu wandern und dann entspannt die Küstenlinie ein Stück entlangzufahren. Dort sieht man dann auch den berühmten Sea Stack und weitere Strände, wo man teilweise hin wandern kann.

Nachdem wir diesen Teil beendet haben, kehrten wir zurück zur Parkkantine um Mittag zu essen. Danach war es den Gästen überlassen, entweder eine weitere kurze Wanderung zu übernehmen oder die Zeit individuell zu nutzen.

Die Gäste hatten genug, was mir an der Stelle sehr gelegen kam, denn die Nasenaffen kamen tatsächlich das erste Mal, wann ich da war, bis direkt vor die Parkkantine. Es war richtig gut und der bis dahin wohl beste Ausflug nach Bako. Hier war dann auch der Bakoausflug zu Ende. Ein weiteres Highlight sollte an diesem Abend jedoch noch folgen.

Essen auf Malaiisch

An diesem Abend sollte es zu einer malaiischen Familie zum Abendessen gehen, worauf ich mich persönlich schon freute, da ich das vorher noch nicht mitmachen konnte. Auf der einzigen Tour, bei der ich das hätte erleben können, wurde das Essen abgesagt, da die Frau die Pocken bekommen hatte. An diesem Tag sollte es aber hundertprozentig stattfinden.

Mit einem Van wurden wir in das Fischerdorf gebracht, wo die Familie wohnt und schon als wir vor das Haus vorfuhren, wurden meine Erwartungen mehr als getoppt. Das Haus war von außen sehr schön beleuchtet und unser Gastgeber wartete schon auf uns. Meine Gäste standen dem Besuch und dem Essen bei einer malaiischen Familie von Anfang an mit Skepsis gegenüber, aber auch deren Skepsis wich mehr und mehr dem Erstaunen, spätestens als wir das Haus betraten.

Von innen war das Haus sehr schön eingerichtet, alles aus feinem Holz angefertigt, mit Tee-Ecke, was die Malaien von den Engländern kopiert haben und Essecke, wo wir dann später essen würden. Zuerst wurde uns Tee serviert und wir konnten uns näher kennenlernen. Ich war hier dann meist als Übersetzer tätig und übersetzte die Fragen und Antworten der Gäste bzw. unseres Gastgebers.

Nach dem Tee wurde das Abendessen serviert und, wie war es überhaupt anders zu erwarten, es war großartig. Es gab Fisch, Hühnchen, Rind, Ananas, Bohnen, Reis und noch mehr – und von allem reichlich. Woran wir uns Besucher, bis auf den einheimischen Guide, nur gewöhnen mussten, war die Art und Weise, wie in der malaiischen Kultur gegessen wird – nämlich, erstens, auf dem Boden und, zweitens, mit den Händen. Anfangs denkt man sich: Coole Sache, man braucht auf gar nichts mehr zu achten und muss sich nur noch das Essen hinter die Rübe schaufeln. Aber auch hier gilt mal wieder: Nichts ist, wie es scheint! Es ist doch komplizierter wie man denkt, denn gegessen wird nur mit der rechten Hand und auch dafür gibt es eine spezielle Technik, damit die Hälfte des Essens nicht auf dem Boden bzw. im Gesicht verteilt wird. Das würde jetzt aber zu weit gehen, das alles genau zu beschreiben. Die linke Hand wird zum Nachnehmen benutzt und schon da zeigt sich manchmal die Schwierigkeit mit links und rechts. Desweiteren ist es auf Dauer nicht das Gemütlichste auf dem Boden zu sitzen, zumindest für Einige, sodass man entweder nicht sehr lange sitzen kann oder man am Ende nicht mehr hochkommt. Das Letztere ist hier nicht ganz so schlimm, denn solange man nicht hochkommt, kann man ja einfach weiter das Essen genießen.

Jedenfalls war das Essen köstlich und nachdem alle fertig waren, begaben wir uns wieder zu der Tee-Ecke, wo wir dann auch schon den Nachtisch vorfanden. Auch dort wurde nicht mit Varietät gegeizt, denn wir fanden vieles vor von Früchten wie Drachenfrucht und Babybananen bis hin zu verschiedenem Gebäck. Superlecker!!! =)

Während wir den Nachttisch aßen, quatschten wir alle noch ein wenig und beendeten dann irgendwann das Essen. Damit ging auch dieser Tag zu Ende und es war ohne Frage ein guter gewesen.

Letzter Tag vor der Teilung

Der letzte Tag gestaltete sich wie folgt: Vormittags bis Mittag/ früher Nachmittag ins Cultural Village, also das Museum in dem Häuser von den sieben bekanntesten ethnischen Gruppen in Sarawak detailgetreu aufgebaut wurden und danach frei. Es war also ein ziemlich kurzer Tag.

Das Cultural Village war eben wie eine Führung durch das Museum, wobei ich vor dem Start immer glaube, dass ich da in einer Stunde durch bin. Jedoch brauche ich letztendlich immer länger als geplant, sodass ich meistens bis zu der Tanzvorführung noch nicht fertig bin. Es wurde an diesem Tag auf jeden Fall eine angenehme letzte Tour mit den sechs Gästen ohne irgendwelche überraschenden Ereignisse.

Den Nachmittag nutzte ich um am Strand zu chillen und mich auszuruhen. Am Abend kamen dann noch soweit die letzten Ansagen und ich bekam mein erstes offizielles Trinkgeld überreicht. Das ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl, wenn die Arbeit gewürdigt wird und die Gäste offensichtlich wenigstens ein paar schöne Erinnerungen mitnehmen. Am nächsten Tag sollte sich dann die sechsköpfige in eine vier-und zweiköpfige Gruppe teilen, wobei die vier zum Flughafen und weiter nach Kota Kinabalu nach Sabah fliegen würden. Die anderen beiden würden mit mir nach Batang Ai fahren um noch eines der Langhäuser zu sehen. Ich beende mal den einen Eintrag hier für jetzt, sodass es einigermaßen übersichtlich bleibt! Der erste Teil der ersten Tour ging damit also für mich zu Ende und es war bisher ein schönes Erlebnis. Es sollte noch besser werden… sogar viel besser!