Mittwoch, 16. Mai 2012

Schulanfang


Das neue Jahr war nur ein paar Tage alt, da begann für Frederik und mich auch schon das Semester. Es sollte eine ziemlich neue interessante Erfahrung werden. Ich freute mich einerseits darauf, obwohl ich meine Zweifel hatte, dass die Qualität mit dem Studium in Dänemark mithalten könne. Ich sollte Recht behalten! Aber alles der Reihe nach…
Anfang Januar kamen wir mit dem Taxi zur Uni. Taxi? Ja, genau. Wir sollten nun jedes Mal mit dem Taxi zur Uni fahren, weil es keine andere Möglichkeit des Transports gab. Busse waren nicht wirklich eine Option, da sie zu unregelmäßig fuhren, ein Moped oder Auto zu kaufen wäre auch ein recht preisintensives Investment gewesen und ein Fahrrad zu nehmen, wie uns die Schulleiter mehrere Male empfohlen hatten, war bei dem Wetter nicht wirklich zumutbar.
Wir kamen also mit Taxi in der Uni an, die von außen aus schon wie ein Autohaus aussieht. Das liegt daran, dass dort wirklich mal ein Autohaus drin war und es eben zu einer Uni umfunktioniert wurde. Als wir reinkamen, wurden wir erst einmal wieder von allen angestarrt. Damit hatten wir ja aber sowieso Erfahrung, deswegen störte uns das nicht sonderlich. Ziel dieses Tages war es erst einmal die Einrichtung kennenzulernen sowie unsere restlichen Kurse zu wählen. Tourismusmanagement sollten wir auf jeden Fall haben, aber die restlichen beiden würden wir an diesem Tag spontan wählen, weil wir auch danach gucken wollten inwiefern das uns zeitlich passen würde. Das Ziel war so wenige Tage zur Uni zu müssen wir möglich.
Wir führten dann einige Gespräche, die an sich immer dieselbe Struktur hatten (von wegen woher kommt ihr? Wie seid ihr hergekommen? Etc.), mit verschiedenen Angestellten der Uni. Nach einer Weile hatten wir uns auch schon einige Kurse ausgesucht, die wir in Betracht ziehen würden. Diese Kurse konnten wir nun noch für eine Woche ausprobieren, bevor wir das festmachen. Der eine Kurs war Cross-Cultural Studies, in dem es um das Kennenlernen von den verschiedenen Kulturen Asiens und der Arabischen Halbinsel ging, an den anderen kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, weil wir den nach einem Tag schon wieder verwarfen. Jedenfalls war es der einfachste Kurs der Welt und wäre für uns nicht annähernd hilfreich gewesen. Diesen Kurs würden wir durch Strategic Management ersetzen, in dem es um ein Unternehmen als Gesamtes ging und was für langfristige Strategien es gibt, sowie wie diese geplant und implementiert werden.
Cross-Cultural Studies hatten wir an dem ersten Tag noch und wir wurden sofort an jeder Stelle als Beispiele genommen, wie wir uns von der malaysischen Kultur unterscheiden. So kam heraus, dass wir in den westlichen Kulturen schneller gehen und so groß sind, weil wir Käse und Brot essen, oder war es Bier? Ja, das ist sicherlich auch ein Grund dafür. Naja, war auf jeden Fall ein Erlebnis… Ich glaube, einfach ausgedrückt: Wir waren die neuen Stars der Uni – und all das nur, weil wir weiß sind!