Donnerstag, 19. April 2012

Neujahr mal anders

Über Neujahr hatte sich unsere Reisetruppe ja auf gesplittet, sodass Frederik und ich am 30. Dezember nach Kuala Lumpur flogen um mal einen kleinen Eindruck von der Hauptstadt Malaysias zu bekommen.

Schon vom Flugzeug sah ich himmelweite Unterschiede zwischen Westmalaysia und Borneo. Es war zwar immer noch ziemlich grün, doch waren es jetzt die Palmölfelder, statt normaler Bäume. Plantagen weit und breit, nicht sonderlich schön, wenn man von der Natur Borneos so verwöhnt worden ist.

Vom Flughafen ging es mit dem Bus in die Stadt auf der Suche nach unserem Hostel. Es war insgesamt eine Fahrt die rund zwei Stunden dauerte, soviel zum Thema internationaler Flughafen von Kuala Lumpur. Aber so eine Busfahrt ist ja lustig – ach nee - das war ja eine Bootsfahrt. Naja, wir mussten mit dem Bus leben…

Als die Palmölplantagen gegen Hochhäuser ausgetauscht waren, schienen wir in Kuala Lumpur angekommen zu sein. Wir stiegen China Town aus und hatten mal so gar kein Plan, wo wir hin mussten. Hauptsache gut vorbereitet! Aber clever wie wir von Natur aus nun mal sind, fragten wir uns bei Läden durch. Die konnten uns aber kaum weiterhelfen, sodass wir schließlich einen Taxifahrer fragten. Zum Glück war der etwas kompetenter als alle Taxifahrer in Kuching und konnte etwas mit dem Namen anfangen. Er bot uns darauf an, uns hinzufahren – für 15 Ringgit, was wir aber ablehnten, da nach seiner Beschreibung, das Hostel nicht weit sein konnte. Und so war es dann auch. Einmal kurz die Straße überquert und um die Ecke geschaut und da stand es, das Reggae Mansion. Na also, wie in der Schule, es geht irgendwie auch unvorbereitet…

Als wir durch die Türen des „Hostels“ gingen, konnte ich kaum glauben, dass das eines war. Erster Hinweis war, dass uns jemand die Tür aufhielt beim Eingang, dann war einfach alles weiß… alles. Aber die Preise waren die eines Hostels, also passte das ja. Die Zimmer sind auch ziemlich gut, 16 Personen waren in einem Zimmer und jeder hatte so eine Art Box für sich, die quasi zu zwei Reihen aufeinandergestapelt waren. Kann man sich schwer vorstellen, aber es war megagut.

An diesem Tag liefen wir noch ein wenig rum, auch in die Gegend, wo es ziemlich viele Bars geben soll, aber dort fanden wir irgendwie nur Shopping Malls. Vielleicht waren wir einfach nur zu früh. Wir gingen dann auch relativ früh ins Hostel zurück, erstens weil unsere Eltern uns die letzten Tage ziemlich auf Trapp gehalten hatten, sodass wir fix und fertig waren, aber wir wollten natürlich auch am nächsten Tag ins neue Jahr feiern und bündelten unsere Kräfte deswegen lieber für den darauffolgenden Tag.

Am nächsten Tag machten wir bei einer Stadtrundfahrt vom Hostel aus mit, die wir den vorherigen Tag gebucht hatten. Wir fuhren zu vielen Sehenswürdigkeiten, die ohne Van ziemlich schwierig zu erreichen gewesen wären, da wir schon mitunter 20 Minuten unterwegs waren von der einen zu der anderen Attraktion. So bekamen wir einen kurzen, aber doch ausreichenden Einblick in die Kultur Kuala Lumpurs. Aber die Stadt ist viel, viel chaotischer wie Singapur. Achso, und zum Mittag aß ich zum ersten Mal Lunge, ein wenig zäh, aber gut.

Am späten Nachmittag kamen wir zurück zum Hostel und wir überlegten uns Karten für den Fernsehturm von Kuala Lumpur für das neue Jahr zu holen, die es bei einem anderen Hostel zu vergünstigten Preisen geben sollte. Dort angekommen mussten wir jedoch enttäuscht feststellen, dass es keine mehr gab. So nahmen wir vom Hostel zwei Bücher mit und kauften uns in einem Laden jeder ein großes Bier. Hast du nun davon…!

Nach dem Bier und einem Nickerchen war es schließlich auch schon Partytime. Gefeiert wurde übrigens mit Leuten von der Stadtrundfahrt im Hostel auf dem Dach, wo es eine Bar gab. Der Guide hatte uns auf der Tour ganz groß angekündigt, dass es voll wird und dass sich das Management allerlei Überraschungen ausgedacht hat. Das wollten wir auschecken und Richtung Mitternacht zu den Petronas-Türmen gehen. Dieser Plan wurde aber recht schnell verworfen, da es ziemlich lustig war im Hostel und die Türme konnte man auch vom Hostel aus sehen. Wir würden also nichts verpassen…

Die angekündigten Überraschungen waren ein paar Spiele, letztendlich nur zwei, wo doch so mehr angekündigt wurde. In einem Container wurden so etwas Ähnliches wie Maden geschüttet. Dort sollte man innerhalb von einer Minute vier 50-Ringgit Scheine finden – aber nur mit dem Gesicht. Alles was man fand, durfte man behalten. Und ich meldete mich freiwillig… und fand immerhin zwei! Danach wurde es ein wenig härter, denn nun sollten Personen gegeneinander antreten in einem Spiel, in dem es darum ging mehr von den Würmern zu essen wie die anderen. Es gab wieder einen Geldpreis, die zwei Scheine, die ich nicht gefunden hatte. Da ich diese aber auch noch wollte, meldete ich mich auch diesmal. Ich trat gegen einen Iren, Amerikaner und Engländer oder so an. Jeder bekam in der ersten Runde 5 Löffel und überstand diese. Irgendwie war es komisch, weil wir nicht immer nacheinander drankamen sondern jeder aß mehrere Löffel dieser geschmackvollen Würmer. Die zweite Runde sollte dann schneller gehen, sodass jeder innerhalb von 10 Sekunden so viele Löffel wie möglich essen sollte. Es war automatisch so, dass man sich an seinem Vordermann orientierte, sodass es nicht ganz fair war. Ich war zweiter und aß drei Löffel, einen mehr wie mein Vordermann. Mein Hintermann aß vier und das Mädel danach aß fünf – bzw. fast, denn sie spuckte die Würmer dann doch wieder aus. So gewann der Ire den Wettbewerb und gab uns Verlieren wenigstens noch ein Getränk aus, weil wir ja auch gelitten hätten. Ja, das war so eines meiner Highlights in Kuala Lumpur. Irgendwann war dann noch Mitternacht und wir sahen um uns herum einige Feuerwerke und auch das Hostel hatte Raketen besorgt – 125 wurde uns gesagt. Also, ich habe vielleicht 8 gezählt. Vielleicht hat mir der Alkohol aber auch einen Streich gespielt und es waren nur 5. Es war trotzdem ganz schön. Im neuen Jahr wurde natürlich dann noch ordentlich weitergefeiert bis in den frühen Morgen.

Der nächste Tag war von einem Kater geprägt und nicht dem kuschligen, den man streicheln kann. Wir waren überrascht, denn wir hatten doch am Tag davor genug getrunken. Naja, wir quälten uns durch den Morgen, aus dem Hostel und irgendwann ging ja dann auch under Flug zurück in die Heimat. Dort trafen wir unsere Familien wieder und konnten ausführlich Berichte der vergangenen Tage austauschen.

Das war die Fahrt ins neue Jahr für mich und es war echt gut mal Silvester in T-Shirt und kurzer Hose zu feiern – sehr angenehmes Neujahrswetter! ;-)

Donnerstag, 5. April 2012

Weihnachten am anderen Ende der Welt

Umso näher Weihnachten kam, umso mehr stieg meine Vorfreude, hauptsächlich natürlich, weil meine Eltern und meine Schwester kommen würden, aber auch weil es ein besonderes Weihnachtsfest werden würde. Anstatt komfortabel und gemütlich zusammen mit der ganzen Familie im warmen Wohnzimmer zu sitzen und Geschenke auszupacken, würden wir das alles gegen eine aufregende Unterkunft im Langhaus für zwei Nächte, tropische Wärme, Regenwald und spitzenmäßige Iban Küche austauschen.

Es mangelte nicht an Ereignissen, leider begann die Ankunft der Familie weniger gut. Der Koffer von meinem Vater war irgendwo von Berlin nach Kuching auf der Strecke geblieben. Wir, bzw. in erster Linie mein Vater, nahmen es mit Humor, denn wir dachten, dass er einfach später den Tag ankommen würde. Naja, was soll ich sagen… er tat es nicht! Nicht nur fehlten die Sachen für den dreitägigen Weihnachtstrip, der am nächsten Morgen beginnen würde, sondern in diesem Koffer waren deutsche Essensvorräte für mich, da ich mich nach etwas anderem wie Reis und Nudeln sehnte, wie deutsches Brot beispielsweise. Der Höhepunkt war, dass die von Malaysia Air nicht einmal wussten, wo der Koffer war, sodass wir nur hoffen konnten. Das war definitiv ein holpriger Start in den Urlaub, aber wir konnten ja nichts dagegen machen.

Am Tag der Ankunft versuchte ich meine Eltern und Franzi so viel zu zeigen wie möglich. Wir gingen in das Museum, welches Teil jeder Stadtrundfahrt ist, die wir als Tour Guides durchführen. Danach zeigte ich ihnen noch meine Wohnung, wo wir einen frisch zubereiteten Saft aus Melone und Mango zu uns nahmen. Schon dort überkam meinen Vater und Franzi die Müdigkeit von dem sehr langen Tag, der noch nicht ganz vorbei war. Zu guter Letzt trafen wir Frederik und seine Eltern beim Top Spot Restaurant um Meeresfrüchte zu essen.

Der Weihnachtstrip beginnt

Nicht nur der fehlende Koffer war ein Problem, sondern mein Vater wurde nun auch noch krank, sodass der Weihnachtstrip recht anstrengend für ihn wurde. Aber alles der Reihe nach. Am Morgen des 24. Dezembers begann unsere Tour, die wir bei Masama JS Adventure Tours gebucht haben, mit den Orang Utans. Normalerweise holen wir unsere Gäste erst nach dem Frühstück ab, aber dieses Mal wollten wir unseren Familien auch das asiatische Frühstück zeigen. Wir holten unsere Familien aber nicht mit einem normalen Masama Van ab, nein, wir hatten den Van weihnachtlich gepimpt und mit grenzenloser Kreativität geschmückt. Der Van verkörperte quasi Slogans wie, Masama – Auf alle Feste vorbereitet! oder Individualität ist unsere Stärke! =)

Zurück zum Frühstück; Nudeln am Morgen sind wirklich nicht jedermanns Sache, sodass ich gespannt war, was meine Eltern und Franzi davon halten würden. Jedoch war der Hunger an diesem Morgen nicht sonderlich groß, was dem spitzen Essen von dem vorherigen Tag geschuldet war, sodass einige das Essen ausließen oder sich eine Portion Kolo Mee teilten, ein Gericht mit gekochten Nudeln und Hühnchen Fleisch.

Anschließend fuhren wir los zu dem ersten Reisehighlight, den Orang Utans. Dort angekommen, warteten und warteten wir, doch wir sollten an diesem Morgen kein Glück haben. Jedoch sahen wir eine Grubenotter auf einem Ast sitzen. So sahen wir wenigstens unsere erste Schlange auf dieser Tour. Der Plan war auf der Rückfahr noch einmal bei den Orang Utans zu halten.

Vom Rehabilitationszentrum ging es nach Serian auf den Markt, der an diesem Tag unglaublich voll war, weil die Weihnachtstage anstanden. Dadurch war es fast eine Tortur über diesen Markt zu gehen. Zudem war es ziemlich heiß, Regenzeit hin oder her. Mein Vater beschloss bald die Zeit mehr zum Schlafen zu nutzen, damit er recht schnell wieder fit sein würde. Aufgrund der knappen Zeit, die wir hatten, verschoben wir auch unseren Besuch bei der Pfefferfarm auf die Rückfahrt. Also fuhren wir von Serian direkt nach Lachau um unser Mittagessen einzunehmen. Von dort ging es zum Lemanak Fluss, wo das zweite Highlight der Tour wartete, eine Fahrt in einem traditionellen Langboot der Iban. Diese Fahrt dauerte ca. 40 Minuten bis wir schließlich an unserem Reiseziel, dem Langhaus Ngemah Ili, anlangten, was für die nächsten zwei Nächte unsere Heimat sein sollte. Auch ich freute mich ziemlich auf diese Erfahrung, denn ich hatte zwar die Langhäuser besucht, aber nie in einem übernachtet.

Begrüßte wurden wir von den Einheimischen mit dem traditionellen Reiswein oder Tuak. Den um einiges stärkeren Lankau, den Reisschnaps, sollten wir auch noch zu Genüge kennenlernen über die Tage. Der restliche Tag verlief ganz entspannt. Wir schauten uns im Langhaus um und abends gab es wieder einmal vorzügliches Essen. Nach dem Essen begann die kulturelle Veranstaltung bei der die Iban einige Tänze vorführten, wir mehr Reiswein und auch Reisschnaps tranken und wir unsere mitgebrachten Geschenke beim Häuptling abgaben. Anschließend wurde in lustiger Runde weiter auf Weihnachten angestoßen bis wir schließlich nach und nach müde wurden und das Bett aufsuchten.

Nachdem wir am nächsten Morgen unser Frühstück eingenommen hatten, machten wir uns mittels der Langboote flussaufwärts um weitere Einblicke in den Regenwald zu bekommen. Das Ziel war es schließlich eine geeignete Stelle am Fluss zu finden um ein Picknick zu machen, was hieß, dass traditionell gegrillte werden sollte. Nach 45 min Fahrt fanden wir eine passende Stelle und die Iban, machten sich sofort an die Arbeit um alles für ein großartiges Mittagessen vorzubereiten. Der Reis, das Gemüse und Hühnchen wurde dabei in Bambus gekocht, d.h. in Bambus verpackt und dann über das Feuer gelegt. An einer anderen Stelle wurden Hühnchen und Fisch gegrillt. Nebenbei ging ein frischgeschnitztes Bambustrinkglas herum, welches wie von Zauberhand immer wieder mit Reisschnaps gefüllt war.

Nach dem Mittagessen wollten wir den Regenwald nun mal so richtig erkunden und wir liefen eine kleine Runde auf der uns unser Guide, Khalik, einiges über verschiedenste Pflanzen erzählte. Als wir wieder bei den Booten ankamen, erfrischten wir uns noch im Fluss, bevor es anschließend zurück zum Langhaus ging. Der restliche Tag verlief entspannt und abends ging wieder einmal der Langkau herum.

Am nächsten Tag hieß es auch schon Abschied nehmen. Nach der Besichtigung eines kurzen, aber auch intensivem Hahnenkampfes (mehr einer Demonstration) und einer Blasrohrdemonstration, bei der wir uns alle einmal ausprobieren konnten, ging es mit den Langbooten zurück zu unserem Van.

Auf dem Rückweg machten wir noch Halt dort wo der Pfeffer wächst und in einem Park zum Mittagessen. Leider begann es auf dem Weg zu regnen und auch zeitlich hätten wir es nicht mehr zu den Orang Utans geschafft, aber dank Khalik sollten wir es noch einmal am nächsten Tag versuchen, bevor wir zum Bako Nationalpark fuhren. Spät und müde kamen wir wieder in Kuching an. Mein Vater hatte, obwohl immer noch krank, die Tour sehr gut mitgemacht und von dort an sollte es auch bei ihm aufwärts gehen. =)

Bako

Nachdem wir die kulturelle Seite Sarawaks erkundet haben, sollte nun die Natur folgen. Meinem Vater ging es auch wieder besser, sodass wir auf jeden Fall wandern gehen konnten. Zuerst starteten wir einen weiteren Versuch Orang Utans zu sehen. Dieses Mal hatten wir tatsächlich Glück und wir sahen zwei Affen, sodass wir Zeit hatten Fotos und Videos zu machen. Danach ging es weiter nach Bako zur Bootsanlegestelle. Dort verabschiedeten wir uns von Khalik und fuhren mit dem Boot weiter zum Park.

Dort angekommen sahen wir kurz darauf auch schon die ersten Tiere während des Mittagessens als ein Nasenaffe einsam am Strand spazieren ging. Als wir dann zu unserer Unterkunft gingen sahen wir auch noch eine Grubenotter in einem Busch sitzen, dieses Mal um einiges größer wie die bei den Orang Utans. An diesem Nachmittag machten wir uns auch noch auf zu unserer ersten Wanderung, den Trail den wir auch immer mit unseren Gästen liefen. Dabei trafen wir auch noch auf Silberlanguren, die von dem Dach unserer Unterkunft freundlich grüßten und weitere Nasenaffen in den Mangroven. Obwohl es die ganze Zeit regnete, störte uns dies recht wenig, auch weil wir von den Bäumen gut geschützt wurden. Auf dem Rückweg sahen wir schließlich auch noch die Dschungelgangster, die Makaken, die uns dieses Mal aber noch einmal passieren ließen.

Am darauffolgenden Tag unternahmen wir eine weitere und längere Wandertour, die uns zu einem weiteren Strand bzw. Aussichtspunkt brachte. Diesmal hatten wir auch Sonnenschein, sodass sich einige von uns sogar einen Sonnenbrand holten.

Eine weitere Nachricht war noch, dass sie endlich den Koffer von meinem Vater gefunden hatten und dieser schon abends in Kuching bei der Unterkunft warten würde.

Nachmittags ging es dann zurück nach Kuching, wo wir den Tag ruhig ausklingen ließen. Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege bis ins neue Jahr. Meine Familie würde nach Singapur fliegen, Frederiks Eltern fuhren nach Permai in eins von den Baumhäusern und Frederik und ich würden in Kuala Lumpur das neue Jahr begrüßen. So sollten wir uns alle erst Neujahr wiedertreffen, alle mit unterschiedlichen Geschichten.

Die Erlebnisse von Kuala Lumpur werde ich etwas später nachreichen, einfach um den Eintrag jetzt nicht zu unterbrechen. =)

Die letzten Tage

Nachdem wir alle gut im neuen Jahr angekommen sind, verbrachten wir den letzten Abend alle gemeinsam in Kuching. Am nächsten Tag sollten meine Eltern und Franzi für die letzten Tage nach Damai fahren in das Permai Rainforest Resort und in den populären Baumhäuser schlafen. Ich konnte sie leider nur hinbringen und musste abends wieder zurück, da am nächsten Tag meine Uni starten sollte. Darüber aber später mehr.

Jedenfalls besichtigten wir noch das Cultural Village und die darauffolgenden Tage hatten sie noch die Chance die Mangrovenfahrten zu machen, d.h. einmal tagsüber und abends, wenn auch die Nasenaffen an die Flussufer kommen. Beide Male sahen sie auch Krokodile, also alles supergelaufen.

Beim zweiten Mal als ich da war, war das Wetter so gut, dass wir auch noch Zeit am Strand verbringen konnten und dann bin ich auch endlich mal den Trail im Resort gewandert, wozu ich bisher nie gekommen war. Kurz gesagt, mir hat es gefallen und meinen Eltern und Franzi auch. So hatten wir quasi alle Highlights von Kuching abgeklappert, Langhaus, Bako und Damai. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten mit dem fehlenden Gepäck, war der Urlaub doch toll. Es hat Spaß gemacht meinen Eltern und Franzi die Kultur hier ein wenig näherzubringen und jetzt können sie sicher auch mehr damit anfangen, was ich hier so schreibe.

Bei dem Koffer der nachkam wurden die Esssachen übrigens rausgenommen, was bei mir natürlich für ein wenig Enttäuschung sorgte, hatte ich mich doch besonders auf den Käse und die Salami gefreut. Jedoch hatte ich das Glück, dass nicht alle Vorräte in diesem Koffer waren, sodass ich ein halbes Mischbrot, Plätzchen, Pfefferkuchen und Bifis mit nach Hause nehmen konnte. Und all diese Sachen waren lecker….

Das war mein Weihnachten auf Borneo. Hat sich nicht so angefühlt, aber würde ich wieder so machen und sei es nur der Kälte in Europa aus dem Weg zu gehen. ;-)