Wie bereits erwähnt, hatte es nicht lange gedauert bis zu der nächsten Tour. Es sollte meine letzte vollständige Tour werden, was ich mir teilweise schon dachte. Hundertprozentig sicher war ich mir, dass das meine letzte Tour nach Permai, an die Küste, werden würde, denn der Monsun kam langsam auf, sodass Mangroventouren sowie Delfinbeobachtung ziemlich unmöglich sein würden. Ich wollte deshalb diese Tour, erstens, hervorragend über die Bühne bringen und, zweitens, einfach Spaß haben. Diese beiden Faktoren würden sich dabei gegenseitig beeinflussen, denn wenn ich das Gefühl habe, dass die Tour hervorragend läuft, dann habe ich auch Spaß dabei. Zum anderen liegt es aber dann doch noch an den Gästen, sodass am Flughafen wieder das große Zittern anfing. Wie würden die Gäste drauf sein? An was sind sie interessiert? Wie kann ich die Tour speziell nach ihrem Interesse gestalten? Wie werden sie das Wetter mögen? Vielleicht finden sie, dass zu wenige Bäume im Regenwald stehen oder die Farbe vom Sandstrand nicht wie auf den Werbeprospekten ist. Was weiß ich…. Soll es alles schon gegeben haben!
Ankunft und Beginn der Tour
Es waren zwei Pärchen, die ich an diesem Tag in Empfang nahm und sie machten einen recht freundlichen Eindruck, aber wie immer, sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben. Die Pärchen waren befreundet, was natürlich einiges erleichterte und dazu beitrug, dass von Anfang an eine lockere Atmosphäre herrschte. Beide machten einen abenteuerlustigen Eindruck, wobei ein Paar schon öfter in Asien unterwegs war und die Freunde das erste Mal auf solch einer Reise waren. Die beiden, die schon öfter in Asien waren, versuchten die anderen beiden nun von dieser Art Urlaub zu überzeugen, was von da an natürlich auch teilweise meine Aufgabe sein würde als Tour Guide und Übersetzer.
Es war relativ schnell klar, dass sich die vier besonders auf die Tierwelt von Sarawak freuten, worauf ich natürlich versuchte zu hohe Erwartungen zu dämpfen. Aber bei diesen Touren ist es einmal so, dass die Zufriedenheit der Gäste auch von den gesehenen Tieren abhängt, zumindest teilweise. Da ist es egal, ob ich erzähle, dass das wilde Tiere sind und man schon Glück haben muss. Auch wenn die Gäste Verständnis zeigen, sind sie doch ein kleines Stück weit enttäuscht, was ich natürlich nachvollziehen kann und ich neige zu dem gleichen Verhalten. Daher hoffte ich einfach, dass die Tiere sich noch für diese Tour von ihrer Schokoladenseite zeigen würden.
Der erste Tourentag beinhaltete wieder die Orang Utans und die Stadtrundfahrt. Es war also meine dritte Stadtrundfahrt in drei Wochen, was schon ziemlich anstrengend war, auch weil ich mir dann teilweise nicht mehr sicher war, ob ich schon eine Sache erzählt habe oder ob das noch von der Tour davor war. Die Orang Utans zeigten sich an diesem Tag auch, sodass das alles okay war soweit.
Die Tour nimmt Fahrt auf
Die darauffolgenden Tage ging es dann nach Permai, für die Gäste in die schönen Baumhäuser, für mich in eine von den Kabinen. Am Tag der Ankunft sollte auch noch die abendliche Mangrovenfahrt stattfinden, also Nasenaffen beobachten und Krokodile suchen. Der erste Teil der Tour gefällt mir immer sehr gut, denn man sieht fast immer Affen in dieser Gegend, aber sobald es dunkel wird, hört der Spaß für mich schon irgendwie auf. Das liegt daran, dass ich bisher nur die Krokodilsaugen gesehen hatte, durch das Licht der Taschenlampe. Es mag relativ aufregend sein beim ersten Mal, aber wenn man dann immer wirklich nur das Auge sieht und nicht den Rest, dann ist man doch schon enttäuscht. Zumindest war ich das bisher.
Der Beginn der Tour war eigentlich wie immer, wir fuhren los und sahen auch schon sehr bald die ersten Nasenaffen, wenn auch eher in der zweiten oder dritten Baumreihe. Dann sahen wir die Makaken und auch noch die Silberlanguren. Da begann es interessant zu werden, denn alle drei Affenarten zu sehen, ist relativ selten. Ich hatte es vorher, inklusive der Studienfahrten zu Beginn, erst ein einziges Mal erlebt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit hatten wir also schon einiges gesehen. Anschließend ging es wie immer auf Krokodilsuche und wir sahen ziemlich schnell wieder eines dieser roten Augen, die das Licht reflektierten am Ufer – dachten wir zumindest. Es war stattdessen eine Cola-Dose, die irgendwie ihren Weg an diesen Platz gefunden hatte. Wir fuhren weiter und kurze Zeit später sahen wir wieder etwas Rotes im Licht funkeln. Dieses Mal war es im Wasser und wir versuchten näher ranzukommen, worauf das Funkeln verschwand. Es war also ein Krokodil. Wir versuchten es wiederzufinden, aber es blieb unter Wasser.
Ich dachte mir schon wieder, dass es auch dieses Mal nichts werden würde, da erspähten wir ein weiteres Krokodil und wir versuchten uns näher heranzupirschen. Das Auge verschwand – und tauchte wieder auf. Dann fanden wir es nicht wieder. Als aber der einheimische Guide neben das Boot leuchtete, sahen wir ein kleines Krokodil an der Wasseroberfläche schwimmen. Es blieb zwar nur zwei Sekunden dort und tauchte dann wieder ab, aber es war das erste Mal, dass ich ein Krokodil so gesehen habe. Nach dem Ereignis beschloss der Bootsmann mit dem einheimischen Guide Richtung Hotelanlage zu fahren. Nebenbei leuchteten sie noch durch die Gegend und tatsächlich sahen wir ein weiteres Krokodil – diesmal an Land. Es war ca. einen Meter, vielleicht anderthalb, lang und blieb regungslos stehen, als wir es anleuchteten. Als wir ziemlich nahe an der Flussbank waren, flitzte es ins Wasser. Supergut! Mit so viel Glück hatte ich wirklich nicht gerechnet!
Es geht noch besser
Am nächsten Tag sollte wieder die altbekannte Tour mit Delfinbeobachtung, Mangrovenfahrt und der Schildkröteninsel stattfinden. Jedoch trieben mir besonders die Delfine Sorgenfalten ins Gesicht. Zur Erinnerung, schon bei meiner ersten Tour konnten wir keine Delfine mehr finden, dafür aber ein schönes Krokodil. Aber ich vertraute einfach auf mein Glück mit den Krokodilen und beschloss nicht zu viele Gedanken an die Delfine zu verschwenden.
Die See war sehr ruhig, was weite Sicht versprach. Nur nützt das herzlich wenig, wenn es nichts zu sehen gibt. In der Flussmündung suchten wir vergeblich nach den Delfinen. Wir drehten mehrere Runden, aber das Wasser war absolut still. Keine Bewegung. Nix los. Plötzlich zeigte unser Bootsmann nach vorne: „Auf 12 Uhr!“ Nachdem wir alle aus der Ruhe gerissen wurden und den Satz erst einmal raffen mussten, schauten wir alle gebannt in die Richtung, in die der Bootsmann zeigte. Wir sahen nichts. Doch nach einigen Augenblicken tauchte etwas auf und wir konnten eine graue Rückenflosse erkennen. Ich hätte fast aufgeschrien vor Freude. Wahnsinn, dass wir noch Delfine sahen und genau dafür haben wir die Bootsmänner, die sowas aus weiter Entfernung erkennen. Es tauchten drei, vier Delfine auf und ich war einfach nur froh zu diesem Zeitpunkt.
Von dort aus ging es nun auf die Suche nach den Krokodilen. Wir versuchten an dem Tag eine etwas andere Route, weil der Wasserstand durch die Ebbe niedriger war als sonst. Und ich konnte es nicht fassen, schon nach einigen Minuten sahen wir das erste Krokodil am Flussufer liegen. Hier wäre der Bootsmann sogar daran vorbeigefahren, aber ein Gast hatte Adleraugen und erspähte es. Wir näherten uns sehr langsam dem ungefähr zwei Meter langen Reptil. Es lag sehr nahe zum Wasser und laute Geräusche bzw. hastige Bewegungen hätten es sofort ins Wasser gejagt. Richtig nahe kamen wir letztendlich dann doch nicht ran, aber es langte für die obligatorischen Fotos und Videos. Also, Krokodil gesehen, Check!!!
Von dieser Stelle fuhren wir das Ufer weiter ab und zu jedermanns Überraschung lag nur 100 Meter weiter ein weiteres Krokodil am Ufer. Dieses war weiter oben am Ufer und größer als das vorherige. Im Durchschnitt hatte ich bisher auf jeder Tour höchstens ein Krokodil gesehen, ein Mal sogar keines. Schon das zeigt wie glücklich wir waren, nicht nur zwei zu sehen, aber auch so kurz hintereinander. Das Krokodil blieb eine Weile ganz ruhig liegen. Auf einmal hatte es keine Lust mehr Fotomodell zu spielen und rauschte ins Wasser. Als es näher kam, wurde ich mir erst einmal der vollen Größe des Tieres bewusst. Schließlich erreichte es das Wasser ganz knapp vor der Spitze unseres Bootes. Später als mein Chef das Video sah, musste sogar eher staunen WIE nahe das Krokodil am Boot war. Einfach einzigartig!!! Absolutes Highlight!
Zu guter Letzt fuhren wir dann zur Satang Insel, bei der nicht mehr so viel passiert ist. Nur noch eine kleine Anekdote um die Abenteuerlust besonders von einem der Gäste zu unterstreichen. Bevor wir an Land gehen, fahren wir, wie früher mal berichtet, noch ein Stück weiter um die Insel zum Schnorcheln. An diesem Tag war die Sicht leider zu schlecht, aber ein Gast wollte dennoch unbedingt ins Wasser. Er war zudem überzeugt, dass er ganz leicht bis zum Strand schwimmen könne, obwohl der einheimische Guide ihm davon abriet. Er wollte es dennoch versuchen und schon nach 100 Metern war es zu schwer, aufgrund der Unterwasserströmungen, und er schwamm an Land. Dort war jedoch noch kein Strand, stattdessen nur Felsbrocken über die er nun zum Strand gehen wollte. Lautstark mussten wir ihn dann zurückrufen, weil es nicht die sicherste Art ist zum Strand zu kommen. Nicht nur sind die Felsen stark rutschig, sondern es könnten sich auch Korallenschlangen zwischen den Steinen eingenistet haben und eine Bekanntschaft mit denen sollte man tunlichst vermeiden. Diese gehören allgemein zu den giftigsten Schlangen weltweit. Als wir ihm das erzählten, nahm er es relativ locker hin. Als ob er mit solchen Geschichten tagtäglich konfrontiert wird.
Bako – nee, doch nicht...
Am darauffolgenden Tag sollte es eigentlich nach Bako gehen. Jedoch kamen wir nicht weiter wie bis zu dem Bako Fischerdorf, wo wir die Weiterfahrt per Boot antreten sollten. Der Grund war wieder einmal die Ebbe, die es zu diesem Zeitpunkt unmöglich machte mit dem Boot zu fahren. Ich hatte die Wahl, entweder mit den Gästen zwei Stunden zu warten oder nach Permai zurückzukehren und die für morgen gedachte Tour ins Cultural Village vorzuziehen. Schlau wie ich bin, ließ ich am Ende die Gäste entscheiden, was sie gerne tun würden. Die Antwort war schnell gefunden, sodass wir statt nach Bako ins Cultural Village gingen.
Der Besuch des Cultural Village war in Ordnung, wobei mein eigentliches Highlight im Garten des chinesischen Farmhauses war. Dort hatte einer meiner Gäste, der der auch bei Satang schwimmen war, einen Chillibaum entdeckt. Es waren die kleinen und die Faustregel ist ja, umso kleiner umso schärfer. Dann pflückte er sich zwei und aß sie so als Snack. Daraufhin, nahm ich mir auch eine, denn durch das Chilli im Essen, glaubte ich mich schon an die Schärfe gewöhnt zu haben. Trotzdem wagte ich es nicht, mehr als einen klitzekleinen Happen zu nehmen. - Und dieses kleine Stück schmeckte an sich relativ angenehm. Eine gute Schärfe. Ich nahm mir den Rest mit um diesen dann kurze Augenblicke später in einem Stück zu essen - und das war mein Fehler! Schon zu Beginn des Zerkauens entwickelte sich eine unglaubliche Schärfe im Mund, die kaum auszuhalten war. Ich wollte nur noch Wasser oder besser Milch oder irgendetwas anderes um dieses Gefühl zu betäuben. Dann kam der Schluckauf. Also, ich habe eine Theorie für mich entwickelt, die besagt, dass ich bei einer bestimmten Schärfe Schluckauf bekomme, was heißt, dass ich mein Limit erreicht habe. Nun stand ich da, Tränen in den Augen, mit dem Gefühl gerade Feuer geschluckt zu haben, die meine gesamten Geschmackssensoren zerstören würden und einem so lauten Schluckauf, was nicht mehr normal klang. Zum Glück war nach ca. fünf Minuten, die sich eher wie fünf Stunden anfühlten, alles wieder in Ordnung. Ob meine Geschmackssensoren noch richtig arbeiteten, sollte ich allerdings erst bei nächsten essen herausfinden. Das war jedenfalls der Besuch im Cultural Village.
Am Abend ging es wieder zu Hafis, zu der malaiischen Familie, zum Abendessen. Und ich konnte das Essen tatsächlich schmecken. Es war also wirklich wieder alles in Ordnung.
Nach der Rückkehr ins Hotel, beendete ich schließlich auch mein Projekt im Sportmanagement, wovon ich auch mittlerweile schon die Note weiß. Es ist eine 10 geworden, also das Zweitbeste, womit ich sehr gut leben kann, wenn man bedenkt, dass ich während des Schreibens Vollzeit gearbeitet habe und das heißt quasi sieben tage die Woche. An diesem Abend war ich aber nur glücklich, dass ich diesen Rotz los war (entschuldigt den Ausdruck, aber zu dem Zeitpunkt war es wirklich das, obwohl ich sehr an dem Thema interessiert war bzw. immer noch bin). Letztendlich wurde ja alles gut! :-)
Bako - jetzt aber wirklich!
An diesem Tag sollte es wirklich nach Bako gehen und schon als wir am Strand im Park ausstiegen, konnte man etwas in den Baumwipfeln ausmachen. Es hatte ein oranges Fell und eine große Nase. Wir hatten das Glück gleich von einem Männchen begrüßt zu werden. Es kam noch besser, denn es war wörtlich gerade einmal knappe drei Meter von uns entfernt. So eine Gelegenheit hatte auch ich bisher noch nicht und gesellte mich deshalb zu den Touristen und filmte und fotografierte wie verrückt.
Daneben waren auch schon die Makaken und weil sie ziemlich niedlich aussahen, wagten wir uns recht nahe an sie heran, was dann mit einem kurzen Fauchen von ein oder zwei Affen beantwortet wurde. Das sollte das erste Zeichen sein, dass sie sich überlegen fühlten und kein Problem hätten anzugreifen. Das zweite Warnzeichen wollte ich dann nicht unbedingt sehen und wir gingen zügig weiter.

Nach einer kleinen Erfrischung in der Parkkantine wollten wir gerade aufbrechen als ein anderer Guide mit einem Ast auftrat. An diesem Ast hing eine Grubenotter. So hatten wir die Chance einen erstklassigen Blick auf dieses giftige Reptil zu bekommen. Auch hier glühten die Kameras. Außerdem sahen wir einen fliegenden Lemur, obwohl der nicht im Gleitflug war, sondern an einem Baumstamm hing.
Schließlich konnten wir dann doch aufbrechen. Doch schon kurze Zeit später mussten wir wieder anhalten. Ein Silberlangur hockte auf einem Ast, was hieß, dass wir das Kunststück wiederholt haben und drei von drei Affenarten gesehen haben. Während unserer Wanderung wurden wir auf halber Strecke von einer Gruppe Nasenaffen überholt, die freudig über unsere Köpfe hinweg sprang.
Angekommen am Ziel bestiegen wir ein Boot, welches uns die Küste entlang mitnahm bis wir schließlich bei dem Ausgangsstrand ankamen. Jedenfalls in der Nähe davon. Wegen der Ebbe mussten wir ca. 300 bis 400 Meter durch Schlamm und Mangroven laufen. Wir liefen also los und der einheimische Guide ging voraus um nach eventuellen Gefahren Ausschau zu halten. Schließlich stellen der Schlamm und die Mangroven einen perfekten Lebensraum für Krokodile dar, obwohl dies kein bekanntes Gebiet für deren Sichtung ist. Anfangs sanken nur die Füße im Schlamm ein, doch bald darauf mussten wir einen kleinen Bach durchqueren, wo wir teilweise unsere Schienbeine und Knie nicht mehr sehen konnten. Meine Gäste nahmen es mit Humor, worüber ich sehr froh war. Andere Gäste wären auf jeden Fall verzweifelt, obwohl es schon ein mulmiges Gefühl war, denn wer weiß schon was sich im Schlamm verkriecht; vielleicht kein Krokodil, aber doch schon Krabben und andere kleine Krabbeltierchen.
Doch bald hatten wir es durch den Schlamm geschafft und hatten wieder festeren Untergrund unter den Füßen. Auf einmal rief ein Gast etwas, weil er eine Bewegung im Gebüsch bemerkt hatte. Es war ein Waran, der sich dann aber sogleich aus dem Staub machte, als wir uns zu nähern versuchten. Schade eigentlich, weil ich bisher nur einmal einen aus großer Entfernung gesehen hatte. Doch als wir gerade auf den Planken Richtung Parkkantine liefen, bemerkte ich eine Bewegung keine zehn Meter weg. Es war ein weiterer Waran, der durch die Gegend streifte, auf der Suche nach Beute. So konnte ich doch noch mein Video von einem Waran machen. Ein perfekter Tag!

Wir unternahmen danach eine kleine weitere Wanderung bevor es zurück zum Fischerdorf ging und von dort Richtung Kuching. Auf dieser Wanderung sahen wir einen weiteren Lemur an einem Baum hängen und eine Schlange, die ausnahmsweise mal nicht giftig war. Bester Bako Besuch für mich bisher!!!
Wir fuhren nach Kuching, weil die Gäste sich mit asiatischen Zutaten eindecken konnten um zu Hause mal so richtig asiatisch kochen zu können. Wir verbanden dies zugleich mit dem Mittagessen. Dort aß einer meiner Gäste einen kalten Fischsalat, der später noch eine Rolle haben würde.
Nach unserem Ausflug nach Kuching, ging es nach einem langen Tag letztendlich froh und erschöpft zurück ins Hotel.
Abschied nehmen
Die Tour war dann auch schon wieder um. Aber als ich morgens zum Frühstück ging, musste ich erst einmal erfahren, dass einer meiner Gäste eine Lebensmittelvergiftung erlitten hatte, welche letztendlich so schlimm war, dass er ins Krankenhaus musste für die Nacht. Ihr könnt euch sicherlich denken, was das jetzt war: Richtig, der Fischsalat vom Tag zuvor! Zum Glück ging es ihm am Morgen schon wieder um einiges besser und er nahm die Sache mit Humor. So konnte er sich auch mal das Gesundheitssystems Malaysias anschauen und sein Bericht war durchaus positiv.
Das war so der Schrecken am Morgen für mich, aber die Gäste waren einfach so gut drauf, dass es der Stimmung keinen Abbruch tat. Das war für mich auf jeden Fall die beste Tour gewesen, nicht nur weil die Gäste supergut drauf waren. Die Gäste waren sehr zufrieden mit ihrem Urlaub und all seinen Komponenten. Zum Beispiel als wir bei einer Tour an den angrenzenden Luxusresorts vorbeifuhren, fragte ein Gast wie viele Sterne die denn haben. Ich sagte: Vier oder Fünf. Dann meinte der Gast: Schade, ich wollte auch in ein Hotel mit fünf Sternen. (Pause) Stattdessen haben wir eines mit sechs! (Zur Info: Soweit ich weiß, hat Permai keinen einzigen :D). Auch die Tiere hatten durchweg mitgespielt und nicht die Schokoladenseite, sondern die Gourmet-Deluxe-Schokoladenseite gezeigt. Unsere Bilanz: 4 Krokodile, 2x 3 von 3 Affenarten (Nasenaffen, Makaken, Silberlanguren; dazu aus sehr naher Entfernung), Delfine, Grubenotter, Baumschlange, 2 Warane, 2 fliegende Lemuren, Wildschweine und das ist ohne die ganzen kleinen Krabbeltiere!
Die Gäste waren glücklich, ich war glücklich, sodass es ein sehr angenehmer Abschied war und so beendete ich meine letzte Tour mit einem persönlichen Trinkgeldrekord! ;-)