Montag, 28. November 2011

Ende gut, alles gut….

So, da bin ich wieder… die letzte Woche war an sich ziemlich relaxt, da ich die ganze Zeit im Büro gearbeitet habe und einige Sachen gemacht habe. Zudem hatte ich wieder eine ganz kurze Tour gehabt, leider nur ein Tag um die Gäste vom Flughafen abzuholen und diese dann durch die Stadt zu führen. Ab dem nächsten Tag hatte dann wieder ein anderer Guide geführt. Eigentlich schade, da ich mich ziemlich auf die Tour gefreut hatte und diese auch die letzte für mich war – höchstwahrscheinlich zumindest. Aber naja, so is dat Leben…

So, ihr brennt bestimmt schon darauf zu wissen, wie der letzte Eintrag weitergeht. Ich möchte euch natürlich auch nicht länger auf die Folter spannen. Eine kurze Rückblende…

WAS BISHER GESCHAH: Ich war auf meiner ersten Tour und nach anfänglichem Zögern wurden die Tage immer besser. Jetzt waren wir auf unserer 3 in 1 Tour, also hatten nach Delfinen gesucht, aber leider keine gefunden, und waren nun in den Mangroven, wo wir ein schönes Krokodil liegen sahen. Nachdem jeder genug Fotos und Videos gemacht hatte, bewegte sich das Krokodil Richtung Wasser…. und von hier aus geht es jetzt weiter.




Jedenfalls ist das Krokodil nicht in unser Boot gesprungen – was auch ganz gut war… Nach dieser doch schon ereignisreichen Begegnung mit dem Krokodil fuhren wir schließlich weiter durch die Mangroven, natürlich auf der Suche nach weiteren Tieren. Es war aber recht unwahrscheinlich noch eines zu sehen. Zumindest hatte ich noch nicht erlebt zwei Krokodile auf einer Tour zusehen und es sollte dann auch bei nur dem einen bleiben. Wir verließen nach ungefähr einer Stunde die Mangroven und steuerten die Satang Insel an, bei der wir zuerst schnorcheln gingen bzw. die Gäste. Ich hatte nicht so große Lust auf das Schnorcheln und blieb im Boot und dies machte sich kurze Zeit später bezahlt, denn ein Weißbauchseeadler flog über unseren Köpfen hinweg und zog seine einsam seine Runden am Himmel. Ich hatte diese Art Greifvogel schon mehrere Male gesehen, aber an diesem Tag war die Sicht auf dieses Tier einfach sensationell.

Nachdem die Gäste mit dem Schnorcheln fertig waren, ging es weiter auf die Satang Insel, wo wir ein wenig Zeit verbrachten und ich versuchte mein kürzlich gewonnenes Wissen über Schildkröten sowie deren Schutz hier in Sarawak zu präsentieren. Es lief auch ganz gut bis ein Gast schließlich fragte, wie groß denn die Eier sein würden, die die Schildkröten legen. Ehrlich gesagt, ich hatte absolut keine Ahnung, aber ich dachte mir in dem Moment, so groß wie Tennisbälle passt schon. Das wurde anfangs auch so hingenommen, bis ich darüber sprach wie viele Eier in so einem Nest sind. Da meldete sich sofort jemand zu Wort, weil Tennisball große Eier relativ unwahrscheinlich schienen. Er hatte an dieser Stelle dann auch absolut recht und lange Rede, kurzer Sinn: Schildkröteneier sind ungefähr so groß wie Golfbälle! Blöd gelaufen….

Da machte ich mir davor Sorgen über alle möglichen Sachen, die gefragt werden würden (z.B. wie bauen die Schildkröten ihre Nester oder wie werden sie verfolgt? Wie hoch ist die Überlebensrate? etc.) und dann kriegen sie mich mit der Frage, wie groß Schildkröteneier sind… ziemlich ärgerlich, aber so etwas darf dann wohl mal passieren auf der ersten Tour – solange es nicht häufiger vorkommt selbstverständlich. An solch einer Stelle heißt es einfach Mund abputzen und weitermachen.

Nun hatten wir alle ein wenig Zeit auf der Insel um uns umzuschauen, auszuruhen und so weiter. Der Teil gefällt mir immer ganz gut, denn die Insel ist schon sehr idyllisch und lädt einfach dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. Nachdem dies alle getan hatten, ging es zurück ins Resort. Wir unternahmen einen letzten Versuch Delfine zu sehen, aber diesbezüglich war es einfach kein guter Tag gewesen. Dafür hatten wir ein schönes ins Wasser sprintendes Krokodil gesehen. Die Gäste waren am Ende jedenfalls rotgebrannt von der Sonne und, ich hoffe, auch zufrieden mit dem Ausflug.

Wandern in Bako

An diesem Tag sollte es in den Bako Nationalpark gehen und einerseits freute ich mich riesig auf den Tag, weil man einfach immer wieder neue Sachen sieht. Andererseits war ich ein wenig nervös, denn weil es eben so viel zu sehen gibt (Tiere, Pflanzen ect.), ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Gäste viele Fragen stellen, die ich dann eventuell nicht beantworten kann. Da ich mit den Tieren eigentlich keine Probleme haben sollte, beschränkte sich meine Nervosität auf die Pflanzen, sodass ich mich an dem Morgen mit dem einheimischen Guide verständigte. Ich beschrieb ihm die Pflanzen, die ich kannte, bzw. wofür sie gut sind, sodass er mir die Namen sagte und dann auf bestimmte Pflanzen im Park zeigen würde, worüber ich zwar etwas wusste, diese aber nicht identifizieren konnte. Ich dachte mir dann auch schnell, dass ich ja den Guide jederzeit fragen könnte, wenn ich etwas nicht weiß, aber ich wollte wenigstens in der Lage sein, einige Informationen über dieses und jenes geben zu können. Man ist als Guide schon im Vorteil, wenn man mehr sagen kann wie: Guckt mal da – ein Baum! – und der hat sogar Früchte. Schau mal einer an, was die Natur so kann...

Nach einem sehr kurzen Frühstück, da ich wieder mehr Wichtigkeit dem Schlaf als dem Frühstück eingeräumt hatte, ging es mit dem Van Richtung Bako. Die Fahrt war ruhig und angenehm und das Wetter schien vielversprechend. Jetzt mussten nur noch die Tiere mitspielen und es wäre ein guter Tag.

In Bako angekommen, ging es erst einmal zur Parkkantine zum Füße waschen – nicht weil die so stanken, also vielleicht schon, aber wir sind über den Strand angekommen, sodass wir unsere Schuhe ausziehen mussten um an Land zu kommen. Um zurück in unsere Schuhe zu kommen, mussten wir nun zuerst den Sand loswerden. Von dort sollte es auf die erste Wanderroute gehen – so war jedenfalls der Plan. Nur bekamen wir bei der Parkkantine mit, dass dahinter schon die ersten Nasenaffen in den Bäumen gesichtet wurden, wo wir natürlich sofort hineilten. Das war natürlich genial, da wir damit hinter einer der Hauptattraktionen schon ein Häkchen setzen konnten. In einem der Büsche sahen wir auch eine Grubenotter, also konnte auch dahinter ein Häkchen gesetzt werden.

Nach guten 20 Minuten fotografieren und beobachten, konnten wir dann auf die geplante kleine Wanderung gehen – 800m durch den Dschungel. Wie jeder, inklusive mir auf der ersten Wanderung dieser Route, dachten auch die jetzigen Gäste, dass der Weg doch in 15 Minuten geschafft sei, aber wie immer wurden auch sie eines Besseren belehrt. Da dazu noch zwei sehr begeisterte Fotografen bzw. Videofilmer dabei waren, brauchte man noch zusätzlich länger, was natürlich zu verstehen ist, da der Park viele Facetten zu bieten hat und man als Urlauber so viele Eindrücke wie möglich mitnehmen will, gerade auf Fotos und Videos.

Am Ende dieses Weges erwarteten uns ein Strand und ein Boot, mit dem wir die Küste entlang fuhren. Ziemlicher Luxus, denn dadurch ersparten wir uns auch die 800m zurück. Die Klippenvegetation ist aber auch absolut sehenswert und es ist immer eine schöne Tour zuerst zu wandern und dann entspannt die Küstenlinie ein Stück entlangzufahren. Dort sieht man dann auch den berühmten Sea Stack und weitere Strände, wo man teilweise hin wandern kann.

Nachdem wir diesen Teil beendet haben, kehrten wir zurück zur Parkkantine um Mittag zu essen. Danach war es den Gästen überlassen, entweder eine weitere kurze Wanderung zu übernehmen oder die Zeit individuell zu nutzen.

Die Gäste hatten genug, was mir an der Stelle sehr gelegen kam, denn die Nasenaffen kamen tatsächlich das erste Mal, wann ich da war, bis direkt vor die Parkkantine. Es war richtig gut und der bis dahin wohl beste Ausflug nach Bako. Hier war dann auch der Bakoausflug zu Ende. Ein weiteres Highlight sollte an diesem Abend jedoch noch folgen.

Essen auf Malaiisch

An diesem Abend sollte es zu einer malaiischen Familie zum Abendessen gehen, worauf ich mich persönlich schon freute, da ich das vorher noch nicht mitmachen konnte. Auf der einzigen Tour, bei der ich das hätte erleben können, wurde das Essen abgesagt, da die Frau die Pocken bekommen hatte. An diesem Tag sollte es aber hundertprozentig stattfinden.

Mit einem Van wurden wir in das Fischerdorf gebracht, wo die Familie wohnt und schon als wir vor das Haus vorfuhren, wurden meine Erwartungen mehr als getoppt. Das Haus war von außen sehr schön beleuchtet und unser Gastgeber wartete schon auf uns. Meine Gäste standen dem Besuch und dem Essen bei einer malaiischen Familie von Anfang an mit Skepsis gegenüber, aber auch deren Skepsis wich mehr und mehr dem Erstaunen, spätestens als wir das Haus betraten.

Von innen war das Haus sehr schön eingerichtet, alles aus feinem Holz angefertigt, mit Tee-Ecke, was die Malaien von den Engländern kopiert haben und Essecke, wo wir dann später essen würden. Zuerst wurde uns Tee serviert und wir konnten uns näher kennenlernen. Ich war hier dann meist als Übersetzer tätig und übersetzte die Fragen und Antworten der Gäste bzw. unseres Gastgebers.

Nach dem Tee wurde das Abendessen serviert und, wie war es überhaupt anders zu erwarten, es war großartig. Es gab Fisch, Hühnchen, Rind, Ananas, Bohnen, Reis und noch mehr – und von allem reichlich. Woran wir uns Besucher, bis auf den einheimischen Guide, nur gewöhnen mussten, war die Art und Weise, wie in der malaiischen Kultur gegessen wird – nämlich, erstens, auf dem Boden und, zweitens, mit den Händen. Anfangs denkt man sich: Coole Sache, man braucht auf gar nichts mehr zu achten und muss sich nur noch das Essen hinter die Rübe schaufeln. Aber auch hier gilt mal wieder: Nichts ist, wie es scheint! Es ist doch komplizierter wie man denkt, denn gegessen wird nur mit der rechten Hand und auch dafür gibt es eine spezielle Technik, damit die Hälfte des Essens nicht auf dem Boden bzw. im Gesicht verteilt wird. Das würde jetzt aber zu weit gehen, das alles genau zu beschreiben. Die linke Hand wird zum Nachnehmen benutzt und schon da zeigt sich manchmal die Schwierigkeit mit links und rechts. Desweiteren ist es auf Dauer nicht das Gemütlichste auf dem Boden zu sitzen, zumindest für Einige, sodass man entweder nicht sehr lange sitzen kann oder man am Ende nicht mehr hochkommt. Das Letztere ist hier nicht ganz so schlimm, denn solange man nicht hochkommt, kann man ja einfach weiter das Essen genießen.

Jedenfalls war das Essen köstlich und nachdem alle fertig waren, begaben wir uns wieder zu der Tee-Ecke, wo wir dann auch schon den Nachtisch vorfanden. Auch dort wurde nicht mit Varietät gegeizt, denn wir fanden vieles vor von Früchten wie Drachenfrucht und Babybananen bis hin zu verschiedenem Gebäck. Superlecker!!! =)

Während wir den Nachttisch aßen, quatschten wir alle noch ein wenig und beendeten dann irgendwann das Essen. Damit ging auch dieser Tag zu Ende und es war ohne Frage ein guter gewesen.

Letzter Tag vor der Teilung

Der letzte Tag gestaltete sich wie folgt: Vormittags bis Mittag/ früher Nachmittag ins Cultural Village, also das Museum in dem Häuser von den sieben bekanntesten ethnischen Gruppen in Sarawak detailgetreu aufgebaut wurden und danach frei. Es war also ein ziemlich kurzer Tag.

Das Cultural Village war eben wie eine Führung durch das Museum, wobei ich vor dem Start immer glaube, dass ich da in einer Stunde durch bin. Jedoch brauche ich letztendlich immer länger als geplant, sodass ich meistens bis zu der Tanzvorführung noch nicht fertig bin. Es wurde an diesem Tag auf jeden Fall eine angenehme letzte Tour mit den sechs Gästen ohne irgendwelche überraschenden Ereignisse.

Den Nachmittag nutzte ich um am Strand zu chillen und mich auszuruhen. Am Abend kamen dann noch soweit die letzten Ansagen und ich bekam mein erstes offizielles Trinkgeld überreicht. Das ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl, wenn die Arbeit gewürdigt wird und die Gäste offensichtlich wenigstens ein paar schöne Erinnerungen mitnehmen. Am nächsten Tag sollte sich dann die sechsköpfige in eine vier-und zweiköpfige Gruppe teilen, wobei die vier zum Flughafen und weiter nach Kota Kinabalu nach Sabah fliegen würden. Die anderen beiden würden mit mir nach Batang Ai fahren um noch eines der Langhäuser zu sehen. Ich beende mal den einen Eintrag hier für jetzt, sodass es einigermaßen übersichtlich bleibt! Der erste Teil der ersten Tour ging damit also für mich zu Ende und es war bisher ein schönes Erlebnis. Es sollte noch besser werden… sogar viel besser!

Freitag, 4. November 2011

Ernst kommt die Treppe hoch

Jetzt habe ich ja schon eine kleine Weile keinen Eintrag geschrieben, was nicht daran lag, dass ich es vergessen habe oder ich vom Krokodil gefressen wurde. Der Grund dafür war, dass ich ziemlich beschäftigt war die letzten Wochen. Zum einen habe ich meine ersten eigenen Touren geführt und zum anderen hatte ich nebenbei noch ein Projekt für Sport Management zu schreiben, welches ich Gott sei Dank nun los bin und diese Woche abgegeben habe. Ich werde mein Bestes geben um die letzten Wochen so genau wie möglich wiederzugeben, damit ihr auch rein gar nichts verpasst! ;-)

Langsames Abtasten

Am 8. Oktober musste ich das erste Mal zum Flughafen um meine ersten eigenen Gäste abzuholen. Es wurde ernst, da das persönliche Vergnügen für mich jetzt eher im Hintergrund stehen sollte. Es sollten gleich mal sechs an der Zahl sein mit denen ich nun 7 bzw. 10 Tage verbringen sollte. Daher war der erste Eindruck auch besonders wichtig. Ungemein aufgeregt war ich eigentlich nicht, denn so ein Flughafentransfer ist jetzt nicht das Schwerste auf der Welt, weil man einfach nur ein wenig allgemein erzählen muss. Aber erst einmal hieß es warten, denn der Flug hatte Verspätung.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann soweit und meine Gäste kamen. Sie machten einen sehr freundlichen Eindruck, obwohl noch ein wenig zurückhaltend, was aber ziemlich normal ist. Ich dachte mir einfach, dass sich das noch ändern wird und – so viel sei vorweggenommen- das tat es auch. Das einzige Problem war nur, dass ich bei der ersten Begegnung doch ein wenig aufgeregt wurde und dann teilweise nach deutschen Worten suchen musste. Ob es noch die Auswirkungen von dem vielen Englischsprechen war oder weil es doch jetzt meine erste Tour war, keine Ahnung. Jedenfalls legte sich das auch wieder mit der Zeit.

Am Abend hatte ich dann noch ein Abendessen mit den Gästen im einen Restaurant, welches sich auf Meeresfrüchte spezialisiert hat. Ich war vorher erst einmal dort gewesen und das Essen dort war einmalig, Fisch, Hühnchen, frische Garnelen in Butter gebraten, Reis und Gemüse. Beim Essen erfuhr ich dann etwas mehr über die Gäste und die Stimmung wurde lockerer, was ziemlich gut war. So ging mein erster Tag als offizieller Tour Guide zu Ende und zu Hause verbrachte ich noch einige Stunden um mich auf die Stadtrundfahrt am nächsten Tag vorzubereiten.

Der Härtetest

Der erste richtige Tag der Tour ist immer der Härtetest, denn man muss sich und den Gästen erstens immer noch beweisen, dass man genügend Wissen mitbringt und man redet einfach ziemlich viel. Das liegt daran, dass man zu den Orang Utans ca. 40 min mit dem Van fährt und die Gäste beschäftigt werden sollen. Außerdem gibt es extrem viele Informationen, die man weitergeben muss. Der Weg zu den Orang Utans war einfach für mich zu bewältigen, da ich über die Orang Utans mittlerweile sogar im Schlaf erzählen könnte, weil ich diese Tiere schon sehr interessant finde. Vielleicht habe ich sogar auf der Fahrt geschlafen, denn die Nacht war ziemlich kurz gewesen, weil ich mir einfach noch einmal so viel durchlesen wollte wie möglich um ja keine Fehlinfos zu geben. Morgens um 06.30 Uhr wurde nur der Wecker kurz 15 Minuten weitergestellt, was aber nicht sonderlich weiterhalf. Müde kroch ich unter die Dusche und zum Glück hatte ich diese Situation am Tag zuvor schon antizipiert, denn ich hatte mir Red Bull gekauft. Also wartete ich 5 Minuten nach dem Zähneputzen bevor ich mir das energiegebende Getränk hinterzog. Das Warten musste deswegen sein, damit man nicht diesen komischen Geschmack im Mund hat. Kenn ihr vielleicht, wenn man sich die Zähne putzt und 10 Sekunden später Orangensaft trinkt. Das ist echt gar nicht mal so gut! Aber der Red Bull verfehlte seine Wirkung nicht und ich fühlte mich bald wach genug um den Tag in Angriff nehmen zu können.

Bei den Orang Utans lief es ganz gut und die Gäste hatten die Chance so einige gute Schnappschüsse zu machen. Darum geht es ja auch für die Meisten, denn eine Erinnerung alleine ist nicht gut genug, da muss auch noch ein perfektes Bild diese unterstützen. So Geht mir ja genauso. Aber auf jeden Fall war ich erleichtert, dass die Affen zu sehen waren, denn das Risiko schwingt eben immer mit, dass man keine Affen sieht, wenn man sie in ihrer natürlichen Umgebung beobachten möchte.

Danach ging es zurück nach Kuching und in das Sarawak Museum um ein wenig über die Natur und die verschiedenen Kulturen Sarawaks zu informieren. Im Museum war es auch ganz gut anfangs bis ich in den Raum kam mit den vielen verschiedenen Vogelarten, die man in Sarawak bzw. auf Borneo finden kann. Es ist einfach unmöglich sich auf die Schnelle so viel Wissen über noch mehr Vögel anzueignen. Zum Glück hat man für solche Momente einen einheimischen Guide dabei – der aber in diesem kurzen Moment auch nicht da war. So musste ich mich also durch diesen Raum kämpfen, was letztendlich aber auch ganz gut geklappt hat.

Nach einer guten Weile in der Naturabteilung ging es in das erste Stockwerk zu den Kulturstücken. Ich konnte mich bisher wirklich nicht beklagen und ich hatte mir doch so einiges gemerkt bei meinen vorherigen Besuchen hier. Unglücklicherweise machte sich auf halber Strecke im oberen Stockwerk ein wenig Ungeduld breit bei meinen Gästen, weil sie anscheinend hunger bekamen, sodass wir das Tempo anzogen und das Museum kurz darauf verließen. Das war aber eigentlich auch gut so, weil ich schon lange vorher mordsmäßigen hunger bekommen hatte.

Nach einem guten Mittagessen ging es weiter mit der Stadtrundfahrt. Wir klapperten alle wichtigen Sehenswürdigkeiten ab und ich gab hier und da ein paar Informationen. Gegen Ende fing es dann doch noch an ordentlich zu regnen, sodass die Tour ein weniger kürzer wurde als gedacht, weil wir von nun an lieber auf das Laufen verzichteten. Schließlich kamen wir relativ trocken im Hotel an.

Der Tag war jedoch noch keineswegs zu Ende, da noch ein weiteres Abendessen gebucht war. Dieses Mal ging es in ein thailändisches Restaurant und wie war es nicht anders zu erwarten war, schmeckte das Essen sensationell. Nach ca. zwei Stunden wurden die Gäste zurück ins Hotel gebracht und für mich ging es in den Feierabend. Der erste Tag war geschafft!!!

Ein ruhiger Tag

Der nächste Tag fing um einiges entspannter an, da der Vormittag frei war – eigentlich! Doch ausgerechnet an diesem Tag mussten wir zur Einreisebehörde von Sarawak um unser endlich unser Visum ausgestellt zu bekommen. Da wir die nächsten Wochen immer auf Tour sein würden, war dies so ziemlich die einzige Möglichkeit, sodass wir um 9 Uhr abgeholt wurden und dorthin fuhren. Nach zwei Stunden war das Ding erledigt und ich war bereit um mit meinen Gästen nach Permai in das Rainforest Resort zu fahren, wo wir nun für vier Nächte bleiben würden.

12.30 Uhr ging es los und die Fahrt war der leichte Teil, weil ich hier und da mal etwas erklärte sowie Fragen beantwortete, sofern welche gestellt wurden. In Permai half ich beim Check-In und hatte von da an bis 17 Uhr Zeit bis es auf Mangrovenfahrt gehen sollte. Die Zeit nutzte ich um an Sport Management ein wenig weiterzuarbeiten, obwohl ich mich wieder leicht von anderen Dingen ablenken ließ, so wie das eben läuft, wenn man schreiben muss, aber eigentlich keine große Lust verspürt.

Zum Glück war die Quälerei bald darauf zu Ende und es ging auf Mangrovenfahrt. Wir sahen einige Nasenaffen und hatten einen schönen Sonnenuntergang. Als es dunkel war suchten wir nach den Krokodilen, deren Augen das Licht der Starklampen rot reflektierten. Leider sahen wir wiedermal kein ganzes Krokodil, sondern nur ein paar rote Augen. Ein wenig Pech also, aber wir würden ja am nächsten Tag eine weitere Chance haben, Krokodile zu suchen. Nach ca. drei Stunden war auch diese Tour zu Ende und für mich damit auch der Arbeitstag.

Pech und Glück so nah beieinander

Am nächsten Tag ging es auf die 3 in 1 Tour, d.h. Delfine beobachten, Krokodile in den Mangroven suchen und zu der Schildkröteninsel Satang. Dabei ging es mir persönlich am meisten um die Krokodile, da ich diese Tiere am spannendsten finde. Normalerweise ist dies auch die schwierigere Aufgabe, wohingegen die Irawadi-Delfine recht leicht aufzuspüren sind. Dieses Mal war es etwas anders, denn der Bootsmann hatte erwähnt, dass er die ganze Woche eher selten Delfine gesehen hat, da der Monsun die Meeresströmungen verändert, der wiederum Einfluss auf die Fischbestände hat. Ja und die Krokodile – die waren natürlich so schwer zu finden wie immer.

Bei der Suche nach den Delfinen trat dann auch die Befürchtung ein und wir sahen absolut keinen einzigen, obwohl wir absolut fantastische Sicht hatten. Wir fuhren einige Runden im Boot, doch es nützte nix, einfach Pech gehabt. Danach ging es in die Mangroven und ich betete einfach, dass sich doch wenigstens ein kleines Krokodil zeigen würde – und sie wurden erhört! In einem kleinen Seitenarm zwischen den Mangroven fanden wir ein schönes Exemplar, was vielleicht um die zweieinhalb Meter lang war. Es lag superruhig da und man hatte genug Zeit Fotos und Videos zu machen. Nach einiger Zeit wollte ich aber, dass sich das Krokodil ins Wasser verkriecht, weil das noch einmal ein Highlight für die Kamera wäre. Aber es blieb seelenruhig liegen. Vielleicht war das auch besser so, denn wenn so ein Tier sich plötzlich aufmacht und sogar auf das Boot zu rennt, kann es schon für Aufregung sorgen, nicht nur weil wir direkt an der Flussbank lagen.

Da wir dem Krokodil von vorne direkt in die Augen schauten könnte es deswegen solange dort liegen geblieben sein, weil es uns nicht hören konnte. Deswegen veränderte der Bootsmann nun die Position ein wenig, damit wir die volle Größe des Tieres bewundern konnten. Wir waren alle mit dem Fotografieren und dem Filmen fertig geworden und hatten uns schon damit abgefunden, dass das Krokodil ewig so liegen bleiben würde, doch dann passierte es und das Krokodil stützte sich ganz plötzlich hoch und rannte wild los….

So das war es bis hierhin für das Erste und was hasst man bei Filmen oder Serien immer zu lesen? – RICHTIG – „Fortsetzung Folgt…“!!!